Archiv des Autors: Nina

Die Ruhe vor dem Sturm…

So kann das ja wirklich nicht weitergehen! Entweder ganz oder gar nicht!

Wir machen uns gerade Gedanken, wie wir unseren Blog in Zukunft gestalten wollen… und brauchen dafür noch ein bisschen Zeit.

Danke fürs Warten und neugierig bleiben!

Mission Hauswirtschaft in Mission

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Apfelchips

Apfel - cross

Apfel – cross

In einer aktuellen Ausgabe eines Kinder-Magazins (jawoll – in Papierform!), fand mein Sohn Rezepte für gesunde, selbstgemachte Chips. Die Apfelchips mussten wir gleich ausprobieren. Kann ich nur empfehlen! Schmeckt wahnsinnig gut, wird in Sekundenschnelle weggeputzt (leider) und dauert in der Herstellung (auch leider) etwas lange… Hier das Rezept:

Bio-Äpfel waschen, das Kerngehäuse entfernen, halbieren und dünne Scheiben hobeln (mit Schale). Die dünnen Scheiben mit frisch ausgepresstem Zitronensaft vermengen und danach nebeneinander auf ein leicht gefettetes Backblech oder noch besser auf den Rost (auch mit Öl dünn bepinselt) legen. Im Umluftofen passen ein Backblech und ein Rost gleichzeitig hinein.

Den Ofen auf 80 Grad einstellen und mindestens eine Stunde die Apfelscheiben trocknen lassen. Ab und zu überprüfen, ob die Chips fertig – also cross sind.

Im Sommer sollte man dann auf so viel Energie doch eher verzichten und dicker geschnittene Apfelringe, auf einem Backblech ausgebreitet, in der Sonne trocknen lassen. Die machen auch süchtig!

Kartoffelsalat „Hanne“

 
Leinöl: Kaltgepresst und am besten aus dem Hofladen

Leinöl: Kaltgepresst und am besten aus dem Hofladen

Es gibt nicht DAS Kartoffelsalat-Rezept! Nein, es gibt unendlich viele gute! Und jeder schwört auf „seinen Kartoffelsalat“. Das mache ich auch. Ich habe sogar zwei Lieblinge. Der eine ist von meiner Großmutter (vermutlich schlesischen Ursprungs) und der zweite stammt von meiner Schwiegermutter Hanne. Keine Familienfeier ohne diesen Kartoffelsalat! Und am besten kann sich jeder noch eine große Schüssel mitnehmen. Hier nun die ca.-Zutaten:

500 g mehlig kochende Kartoffeln
ein Schuss weißer Balsamico-Essig
1 mittelgroße Zwiebel (kleingehackt)
1 Becher Naturjoghurt
1 EL Remouladensoße oder Mayonnaise (könnte man sicherlich auch ganz weglassen und dafür mit ein paar Kräutern würzen)
Salz, weißer Pfeffer
Zucker
50 bis 100 ml Kaltgepresstes Leinöl (so viel man will; aber viel muss es schon sein!)

Die Kartoffeln in Würfel schneiden (nicht zu groß!). Einen Schuss Essig darüber geben und verrühren und die Zwiebeln unterheben. Salz und Pfeffer dazu geben.
Ein bisschen ziehen lassen.
Joghurt, Remouladensoße unterheben. Mit der Menge ein bisschen ausprobieren! Der Kartoffelsalat sollte nicht zu „nass“ werden.
Jetzt gibt man einfach Leinöl dazu. Soviel, dass der Kartoffelsalat „ölig“ erscheint. Da Leinöl einen leicht herben Geschmack hat, gibt man immer mal wieder ein bisschen Zucker dazu (süß darf der Salat aber nicht schmecken. Also prisenweise dazugeben und immer wieder abschmecken).

Gut durchziehen lassen und ggf. mit Salz nachwürzen.

Wie ich den Koriander entdeckt habe

Bild

Der erste Teil der Ernte

Schon im letzten Jahr habe ich Koriander im Garten ausgesät, mit der naiven Vorstellung, den ganzen Sommer hindurch büschelweise Koriander-Blätter zu ernten und ganz frisch in der Küche zu verwenden. Zahlreiche Fernseh-Köche machten das vor und verarbeiteten das frische Kraut. Da konnte ich doch nicht hinter her sein! Aber leider habe ich das Projekt „Koriander aus dem eigenen Garten“ vergeigt – aus Unerfahrenheit.

In diesem Jahr nun der zweite Versuch: Diesmal habe ich den Koriander an einen prall-sonnigen Ort ausgesät. Blätter gab es mal wieder nur sehr spärlich, die Pflanzen blieben klein – aber: Der Koriandersamen! Leute, das hat sich gelohnt!

Die Samen sind erst grün und werden langsam braun; dann sollte man auch ernten! Allerdings muss man die Pflanzen immer mal wieder auf den Reifegrad der Samen kontrollieren. Ansonsten fällt der Samen einfach ab und das war’s dann. Wenn man nun die halb-fertigen Samen (also fast braun) samt der Pflanze erntet und dann auf einer Zeitung zum Trocknen an einen warmen, sonnigen Ort legt, dann reifen die Samen wunderbar nach. Und noch ganz wichtig für die Koriander-Liebhaber: Ein herrlicher Duft breitet sich aus.

Ich habe Koriander-Körner tatsächlich in diesem Jahr zum ersten Mal in der Küche verwendet (bisher immer nur das Pulver): in einem Rhabarber-Chili-Feigen-Koriander-Kardamom-usw.-Chutney. Fantastisch! Das Koriander-Pulver habe ich natürlich sofort aus der Küche verbannt.

Für die Grill-Abende habe ich noch die folgende Empfehlung: Geflügelfleisch (Hühnchen- oder Putenbrust) ca. eine Stunde (am besten noch länger) in einer Marinade aus Zitronensaft, Kräutersalz, Honig oder Dicksaft und ein paar Korianderkörner einlegen. Die Korianderkörner werden vorher in einem Mörser leicht angedrückt.

Über die medizinische Verwendung, die Wirkstoffe, Verwendung in der Küche sind natürlich das World Wide Web oder auch mal ein handfestes Buch die richtigen Adressen.

Der Wildkräuter-Kochkurs (1)

Noch keine üppige Ausbeute - trotzdem schon voller Aroma und Vitamine.

Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere

Lange musste ich mich gedulden und nun habe ich die ersten zweieinhalb Stunden Kochkurs „Kochen mit Wildkräutern“ hinter mir. Was für ein entspannter Abend, bei dem es um die richtige Ernährung (man kann es nicht oft genug hören) und eine erste Einführung in die Wildkräuterküche ging! In sehr netter Runde haben wir uns danach mit sehr leckeren Sachen bekocht. Wichtig beim gemeinsamen Essen: Man fängt zunächst bei der Rohkost an und arbeitet sich dann zum warmen Gericht vor. Geschmeckt hat uns folgende „Menüfolge“: ein Frischkorngericht; Spitzkohlsalat; Partysemmeln wahlweise mit Wildkräuterbutter oder süßer Dattelcreme; Dinkelnockerl-Suppe mit Kräutern und dazu gedünstetes Gemüse.

Auf die Wildkräuter werden wir uns wohl erst in zwei Wochen „stürzen“ können. Es gibt einfach noch nicht so viele Kräuter – was dem langen Winter geschuldet ist. Ein paar Bilder vom „Erstkontakt“ mit Wildkräutern und Getreidemühle gibt es bei Google+.

Gebäck für jede Jahreszeit

Foto: Spritzgebäck

Frisch gebackenes Spritzgebäck…oh es riecht gut…

Kekse und Plätzchen gehen immer – nicht nur an Weihnachten. Um deshalb immer einen kleinen Vorrat für jede spontane Kaffeerunde oder für die Kinder zu haben, backe ich ab und zu Spritzgebäck. Es lässt sich gut in einer Blechdose lagern und schmeckt das ganze Jahr über. Spritzgebäck ist nicht unbedingt ein typisches Weihnachtsgebäck.

Mein Rezept für Spritzgebäck:

300 g weiche Butter (nicht geschmolzen)
250 g Puderzucker
125 g Speisestärke
1/8 Liter Milch
die abgeriebene Schale einer Zitrone
500 g Mehl
Bei Bedarf: Kuvertüre für Glasur

Den Teig gut verkneten – per Hand oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Der Teig kann sofort verarbeitet werden oder aber auch noch für ein paar Stunden im Kühlschrank ruhen, um so besser lässt er sich später weiter verwenden.

Ist der Teig so’n Zwischending zwischen fest und geschmeidig, kann er entweder durch den Spritzbeutel oder auch durch den Fleischwolf, mit Spritzgebäck-Einsatz gedreht und aufs Blech gebracht werden. Die Kekse können verschiedene Formen haben: Stangen, S-Form, Kringel/Kreise.
Gebacken werden sie – wie alle anderen Kekse/Plätzchen – bei ca. 175 Grad (Umluft 150 Grad) bis sie ein wenig braun geworden sind. Das sind meist ca. 10 Minuten.

Mir persönlich schmeckt das Spritzgebäck so am besten. Wenn Sie oder Ihre Kinder mögen, dann kann man natürlich noch ein bisschen Schokolade (flüssige Kuvertüre) über das Gebäck ziehen.

Viel Vergnügen mt diesem wirklich sehr leckeren Gebäck und wenn Sie jetzt noch einmal nachlesen möchten, was der Unterschied zwischen einem Plätzchen und einem Keks ist, dann können Sie dies hier tun.

Kleine Obstbäume ganz groß

Zwerobstbaum in Blüte

Vielversprechende Blüte

Mein Traum: ‚Ein eigenes Stück Land, bestehend aus einem Gemüsegarten und einer riesigen Wiese mit vielen wilden Blumen und ganz vielen Obstbäumen – alle Bäume hintereinander gereiht; alte Sorten, gut verschnitten, reich tragend. An warmen Frühlingstagen wird ein großer Tisch zwischen zwei Apfelbäume gestellt, darauf kommt Ur-Omas altes Leinen-Tischtuch, wild durcheinander gewürfeltes Geschirr und Familie, Freunde, Nachbarn kommen auf eine gemütliche Kaffeerunde vorbei.‘

Wer sich diesen Traum erfüllen kann, ist wirklich zu beneiden. Naja, und wenn nicht, dann muss man sich eben sein Paradies auf 2 oder 20 oder vielleicht auch auf 200 m² schaffen. Ich habe das Glück, einen kleinen Garten zu haben; allerdings reicht der auch nicht für die große Obstbaum-Gala. Was also tun, bei wenig Platz für möglichst viel Obst?

Ich hatte schon irgendwann einmal von Spalierbäumen gehört und mir gedacht, dass das die Lösung für mein Platzproblem ist. Auf der Suche nach Baumschulen oder Online-Versandanbietern bin ich auf eine ganz wunderbare Internetadresse  gestoßen und habe dort eine echte Großbestellung ausgelöst. Und ich wurde nicht enttäuscht: Alte Obstsorten, Zwergobstbäume, Wildobst, Mehrsortenbäume und seltenes wie den Maulbeer- oder Quittenbaum; Pflanzzeit-Infos und Hinweise zu Befruchter-Sorten inklusive. Und ganz passend: Es ist ein Anbieter aus dem traditionellen Obstanbau-Land Schleswig Holstein.

Ende April/Anfang Mai habe ich meine neuen Bäume gepflanzt: Sechs Zwergobstbäume und zwei Blaubeersträucher. Die gelieferten Bäume und Sträucher sahen sehr gesund, robust und gepflegt aus. Gut einen Monat später hängen jetzt die ersten kleinen Äpfel dran – damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Was für ein Glück! Als ob ich träumen würde…