Archiv des Autors: Kara

Süßrote Tomaten

Tomatensalat - Coeur de Boeuf

Geschmacksbombe

Das Warten hat sich gelohnt. Durch den kalten Frühling haben sich die Tomaten mit dem Reifen dieses Jahr besonders viel Zeit gelassen. Dafür schmecken sie umso leckerer.
Am besten pur mit nur etwas Meersalz, Olivenöl und frischem Basilikum …  Besonders fruchtig ist die Coeur de Boeuf – oder auch Ochsenherztomate!

Heiß und fettig – knuspriges Hähnchen mit Pommes sautées

Brathähnchen mit Pommes sautées

Brathähnchen mit Pommes sautées

Als Kind habe ich Hähnchen mit Pommes geliebt und auch heute esse ich die knusprigen Broiler immer noch richtig gern. Die – zugegeben – etwas fettigen Fritten ersetze ich allerdings durch in der Pfannen sautierte Kartoffeln. In Frankreich gehört das Rezept seit Generationen zu den klassischen Familien-Gerichten, meist kombiniert mit einem grünen Salat.

Zutaten

  • 1 Hähnchen (ca. 1,5 kg)
  • Butter
  • 1-1,5 kg festkochende Kartoffeln
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung des Hähnchens

Garzeit: 18 Minuten pro 500g plus 18 Minuten, bei 200°C

In der Regel haben Hähnchen im Vergleich zur Ente relativ wenig Eigenfett, vor allem, wenn Sie ein Freiland-Hähnchen nehmen. Damit das Fleisch nicht zu trocken gerät und schön zart bleibt, ist es daher wichtig, es während der Garzeit regelmäßig mit dem Bratensaft zu begießen. Außerdem können Sie das Hähnchen mit ein paar Stückchen Butter garnieren und eine halbe Zwiebel oder Zitrone in das Innere des Hähnchens geben, bevor Sie es in den Ofen schieben.

  1. Salzen und pfeffern Sie das Hähnchen innen und außen großzügig. Binden Sie die Keulen mit einem Lebensmittelfaden zusammen oder stecken Sie die Enden der Keulen unter die Haut vom Bürzel. Legen Sie das Hähnchen auf das Gitter der Bratform und garnieren Sie es mit der Butter.
  2. Lassen Sie das Hähnchen nun im Ofen garen und vergessen Sie nicht, es regelmäßig zu begießen. Drehen Sie das Hähnchen nach 15-20 Minuten um und lassen Sie es genauso lange auf der anderen Seite grillen. Drehen Sie es danach wieder auf den Rücken bis zum Ende der Garzeit.
  3. Das Hähnchen ist gar, wenn sie es aus der Bratform heben und der aus dem Hähnchen tropfende Bratensaft klar ist.

Tipp: Sie können das Hähnchen variieren, indem Sie unter die Haut Salbei-Blätter geben, die dem Braten einen besonders milden würzigen Geschmack verleihen. Und natürlich können Sie den Bratensaft mit etwas Mehl, Salz und Pfeffer zu einer leckeren sämigen Soße verarbeiten. Aber auch klar schmeckt sie sehr gut.

Pommes sautées

  1. Waschen und schälen Sie die Kartoffeln und schneiden Sie sie anschließend in Würfel.
  2. Erhitzen Sie eine große beschichtete Pfanne und geben Sie etwas Olivenöl hinein (1-2 EL, wer es fettiger mag, gern auch mehr). Geben Sie die Kartoffelwürfel hinzu, sobald das Öl heiß ist (vorsicht, nicht zu stark erhitzen). Der Boden der Pfanne sollte bedeckt sein. Braten Sie nun die Kartoffeln von allen Seiten kräftig an. Wenden Sie die Kartoffeln nicht zu früh, sie sollen ruhig ein bisschen brutzeln.
  3. Wenn sie rundum goldgelb sind, können Sie die Temperatur herunterschalten und die Kartoffeln 20-25 Minuten durchziehen lassen, damit sie im Innern richtig gar werden. Geben Sie kurz vor dem Servieren nach Geschmack Salz (am besten Meersalz) über die Kartoffeln.

Stinknormale Tomatensoße

Coeur de boeuf

Coeur de boeuf

Ich esse sehr gerne Pasta. Nur die fertigen Tomatensoßen, die es so im Handel zu kaufen gibt, haben mich nie wirklich überzeugt. Auch selbstgemachte Soßen mit Tomaten aus dem Supermarkt wollten bisher nie so richtig gelingen.  Bis ich dann zum ersten Mal die unglaublich fruchtig aromatischen Tomaten aus dem Gemüsegarten meiner Schwiegereltern gegessen habe.  Die Sorte heißt „Coeur de boeuf“ (dt. Ochsenherztomate). Ihre Früchte sind oft riesig und sehr fleischig – enthalten also wenig Wasser und Kerne – und haben ein sehr süßliches Aroma. Sie sind zwar roh schon ein Gedicht, aber zur Tomatensoße verarbeitet schmecken sie einfach unglaublich. Außerdem lässt sich das Ergebnis wunderbar einfrieren – Also eine hervorragende Möglichkeit, die  Sommerernte auch noch im Winter zu genießen.

Die Zubereitung der Soße ist eigentlich ganz banal…

Zutaten:
1kg Tomaten
1-2 Knoblauchzehen (nach Geschmack)
Olivenöl, Salz und Pfeffer
Frische Basilikum-Blätter

  1. Die Tomaten abbrühen und die Haut abziehen
  2. Dann in Stücke schneiden. Wenn die Tomaten sehr viel Wasser enthalten, dieses abgießen, ggf. die Kerne entfernen
  3. Das Fruchtfleisch mit Olivenöl, den ganzen, geschälten Knoblauchzehen und dem Basilikum in einen Topf oder eine hohe Pfanne geben und auf kleiner Flamme mindestens 1 Stunde einköcheln lassen
  4. Nach Belieben Salzen und Pfeffern

Falls die Tomaten nicht süß bzw. aromatisch genug sind, können Sie etwas Zucker hinzugeben, damit die Säure nicht so hervorsticht.

Die Soße passt sehr gut zu diversen Nudeln, schmeckt aber auch zu Omelett oder Spiegelei lecker.

Tomaten in den Topf

Tomaten in den Topf

Köcheln lassen

Köcheln lassen

Einkaufen: Als Trend-Gemüse ist die Coeur de boef in Frankreich inzwischen sehr verbreitet und wird auf den Wochenmärkten von Bauern aus dem Umland angeboten. Es gibt sie aber auch in Feinkostläden – dann allerdings zu sehr happigen Preisen. Wie gut diese Tomatensorte in Deutschland erhältlich ist, weiß ich leider nicht. Zur Not bleibt der Eigenanbau… vorausgesetzt man hat einen Garten oder einen Balkon. Die Samen gibt es in diversen Garten-Centern oder im Online-Versand, wie z. B. bei Baldur-Garten.

Chouquettes zum Selbermachen

Leckeres Gebäck für Zwischendurch

Diese leckeren Mini-Windbeutel gehören in jede gute französische Provinz- oder Kiez-Bäckerei und werden an der Ladentheke neben frischen Crêpes und Madeleines von überaus netten Verkäuferinnen präsentiert. Chouquettes sind besonders beliebt bei Kindern und Jugendlichen,  aber auch Erwachsene können ihnen kaum widerstehen.

Normalerweise wird das kleine Gebäck mit groben Zucker bestreut – ich habe hier zur Abwechslung einfach Puderzucker genommen. Das Rezept ist denkbar einfach und Ihre Kinder werden mit Sicherheit viel Spaß daran haben. Außerdem lässt sich mit dem Ergebnis oft ziemlich Eindruck schinden!

Sie brauchen für 4-5 Personen:

25 cl Wasser
80 g Butter
1 Esslöffel Zucker
1/2 Teelöffel Salz
3 Eier
125 g Mehl
groben Zucker oder Puderzucker zum Bestreuen

Heizen Sie den Ofen auf 200° C vor. Geben Sie Butter, Wasser, Zucker und Salz in einen kleinen Kochtopf mit dickem Boden. Erhitzen Sie die Mischung, bis alles vermischt und geschmolzen ist und die ersten Blasen entstehen. Stellen Sie dann die Temperatur auf kleine Flamme herunter.

Geben Sie jetzt das gesamte Mehl hinzu und rühren Sie kräftig mit einem Holzlöffel, bis sich eine elastische Teigkugel ergibt, die sich leicht von den Rändern des Topfes ablöst.

Jetzt kommen die Eier. Nehmen Sie den Topf vom Feuer und geben Sie jedes Ei einzeln hinzu. Rühren Sie dabei beständig weiter, bis alle Eier gut vom Teig aufgenommen wurden. Der Teig muss zugleich fest und geschmeidig sein. Formen Sie nun daraus kleine Kugeln, die Sie anschließend auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen. Einfacher geht es, wenn Sie zum Formen der Kugeln zwei Löffel verwenden. Achten Sie darauf, ausreichend Abstand zwischen den Kugeln zu lassen, da sie beim Backen stark aufgehen.

Das Ganze muss jetzt 15 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Ofen. Danach reduzieren Sie die Temperatur auf 175°C und lassen die Chouquette noch einmal 10-15 Minuten backen, je nachdem, ob Sie sie hell oder kräftig goldbraun mögen. Mit diesem letzten Schritt soll auch verhindert werden, dass die Chouquettes zusammenfallen, wenn sie aus dem Ofen kommen. Sobald sie das Gebäck herausgenommen haben, bestreuen Sie es nur noch mit dem Zucker – und fertig!

Klasse Weißwein im Frühling

Wein auf dem Balkon

Wein auf dem Balkon

Endlich die ersten Frühlingstemperaturen und der Flieder blüht und duftet! Der richtige Zeitpunkt, die Gartenmöbel herauszuholen und ein paar Stunden auf dem Balkon zu genießen. Und was passt zu dieser angenehm milden Stimmung? Ein gutes Glas leicht gekühlter Weißwein.

Meine Entdeckung der letzten Jahre ist der Savennières – ein AOC-Wein der Rebsorte Chenin Blanc, der südlich von Angers an der Loire
auf Schieferböden angebaut wird. Ich will mich hier gar nicht an einer Beschreibung versuchen, das macht die Dachorganisation der Loireweine, Val de Loire, viel besser:

“ Intensive goldgelbe Farbe mit grünem Schimmer, die sich mit der Zeit in antikgold mit bernsteinfarbenem Schimmer verwandelt. (…) Aromen von Lindenblüten, Anis, Pampelmuse, Birne, Honig und Quittenbrot. Von einer starken Mineralität geprägt entwickelt das Bukett mit der Zeit Noten von Nuss, milden Gewürzen und kandierten Früchten…“.

Der Wein passt hervorragend zu Ziegenkäse, Schalentieren, Fisch mit Frühlingsgemüse oder zu Spargel!

Hier zwei bekannte Weingüter für diejenigen, die einen Abstecher ins Loiretal machen möchten:

Ich hoffe, Ihnen schmeckt der Wein auch so gut wie mir!

Gemüse in all seinen Variationen

Obst und Gemüse vom Markt

Seitdem ich in Frankreich lebe habe ich mir angewöhnt, einmal pro Woche eine ganze Palette mit frischem Obst und Gemüse zu kaufen. Ich war früher nicht wirklich der regelmäßige Gemüseesser. Die Zubereitung war mir oft zu aufwendig und das Gemüse aus dem Supermarkt schmeckte nicht wirklich gut. Dass Gemüse tatsächlich Geschmack haben kann, habe ich durch Geneviève und August gelernt, die ihre Tomaten, Salate, Radieschen, Karotten, Zucchini etc. seit 40 Jahren im eigenen Garten anbauen.

Inzwischen habe ich gemerkt, dass Saisongemüse auf die Dauer nicht unbedingt langweilig sein muss, – wenn man nur die Zubereitung variiert. Und der Aufwand lässt sich durch ein paar Kniffe in den Griff bekommen.

Es gibt zig Möglichkeiten, Gemüse zu leckeren Gerichten zu verarbeiten. Natürlich wäre da erst einmal die Rohkost. Aus Karotten, Weiß- oder Rotkraut, Feldsalat, Gurken und Tomaten lassen sich hervorragende Salate kreieren, die nicht mal aufwendig sein müssen. Ich habe nichts gegen gemischte Salate. Aber ich finde, ein reiner Karotten- oder Blattsalat mit einer leckeren Vinaigrette als Vorspeise oder als Beilage zu einer Quiche schmeckt tausend Mal besser als ein Salat mit fünfzig verschiedenen Zutaten, bei dem man die einzelnen Gemüsesorten nicht mehr herausschmeckt.

Eine andere tolle Variante sind Pürees, die durch ihre bunten Farben besonders bei Kindern gut ankommen. Und mit einem Schuss Crème fraîche und / oder Butter sind sie unwiderstehlich! Besonders gut passen sie als Beilage zu Hähnchen, Pute oder Fisch. Dann gibt es natürlich unendlich viele Möglichkeiten für Gratins oder Aufläufe – mit und ohne Käse, mit Béchamel- oder Sahnesoße, mit Speckwürfeln oder in italienischem Schinken gehüllt und mit einer Ei-Mascarpone-Mischung überbacken. Zu guter Letzt sind da noch die pürierten Gemüsesuppen, die je nach Saison warm oder kalt gereicht werden können und ohne Weiteres eine komplette Mahlzeit ersetzen. Weiterlesen

Tarte Tatin

Tarte Tatin

Mit der Tarte Tatin verbinde ich meine ersten schönen Erinnerungen an Frankreich. Ich habe diese Tarte bei einer Sprachenreise im Anjou gegessen und fand den Apfelkuchen unglaublich lecker. Und das, obwohl er zum Dessert nach einem schon recht üppigen 2-Gänge-Menü gereicht wurde.

Kuchen wird übrigens in Frankreich generell eher als Nachtisch gegessen. Eine richtige Kaffeezeit – so wie bei uns – ist  hier eher nicht üblich. Allerdings gehört zu den nostalgischen Kindheitserinnerungen der meisten Franzosen „Le Goûter am Nachmittag: einer Kakao-Pause für die Kleinen,  zu der es Brioche, Nutellaschnitten, Marmeladenbrote und zuweilen sogar Crêpes.

Die Tarte Tatin ist ein traditioneller Apfelkuchen mit einer Karamellschicht, der kopfüber gebacken und dann gestürzt wird. In einigen Regionen wird dieser Kuchen lauwarm mit etwas Crème fraîche serviert. Mehr zur Entstehungsgeschichte könnt Ihr im Blog Kaffeeklatsch nachlesen.

Es gibt ganz verschiedene Rezepte zur Tarte Tatin. Dieses hier habe ich von Freunden:

Zutaten

250 g Mürbeteig (Zubereitung s. unten)
800 g säuerliche Äpfel
50 g feinen Zucker
20 g Butter für die Äpfel und etwas Butter für die Form
Für den Karamell: 40 g gesalzene, zimmerwarme Butterstücken
Etwas Essig

Den Ofen auf 240°C vorheizen. Die Äpfel schälen, vierteln und das Gehäuse entfernen und dann in große Stücke schneiden. Für den Karamell: 50 g Zucker mit 2-3 Esslöffeln Wasser in einem kleinen Topf langsam zum Schmelzen bringen.

Sobald sich das Karamell gold-braun färbt, wenige Tropfen Essig und 40 g Butter hinzugeben. Den Topf vom Herd nehmen, den Karamell gut verrühren und anschließend in eine gefettete Tarte-Form mit hohem Rand gießen. Weiterlesen