Archiv des Autors: Carla

Schneller gesunder Nachtisch für Kinder

Obstkompott

Gesunder süßer Nachtisch

Herbstzeit ist Erntezeit, auch wenn die spätsommerlichen Augustäpfel schon den ersten Apfelhunger gestillt haben, sind die meisten Apfelsorten nun im September/Oktober so richtig erntereif. Auch die Birnen fallen von den Bäumen und sind so überreif, dass sie kaum zu lagern sind.
Also wird ganz schnelles klassisches Fallobst-Kompott gekocht. Es ist himmlisch einfach, lecker und frisch. Klar sind nicht mehr so viele Vitamine nach dem aufkochen drin, aber ich weiß wenigstens genau, was drin ist. Nur Obst, Honig und Wasser.

Ob man die Früchte schält oder nicht, sollte man je nach eigener Vorliebe selbst ausprobieren, doch Achtung: Birnen haben meist eine sehr harte Schale. Ich lasse sie immer dran, da ich die Inhaltsstoffe der Schale behalten möchte. Selbst die Kinder essen es gerne so.
Also die Äpfel und Birnen werden nach Bedarf geschält, ausgeschnitten und in kleine daumendicke Stücke geschnitten. Zwischendurch mit dem Saft einer halben Zitrone beträufelt und soweit mit Wasser aufgegossen dass sie gerade ganz locker im Wasser schwimmen können. Dann kommen 2-3 Eßlöffel Honig, eine Prise Nelkenpulver und nach Geschmack zwei bis drei Brisen Zimt dazu. Das ganze wird kurz aufgekocht und höchstens fünf Minuten – je nach gewünschter Bissfestigkeit – köcheln lassen.
Nach dem abschmecken solang es noch heiss ist, entscheidet jeder selbst wieviel Honig oder brauner Rohrzucker noch dazu kommt.
Serviert wird mit selbstgekochter Vanillesoße-oder Pudding.

Sollte es sehr viel Apfelkompott geworden sein, kann es ganz einfach in sterilisierten Schraub-Einweckgläsern eingeweckt werden. Es muss heiss in die Gläser gefüllt werden, 2cm müssen bis zum Rand frei bleiben, damit sich das Vakuum bilden kann. Mit frischem Küchentuch eventuelle Kleckse vom Rand wischen. Schraubdeckel drauf, umdrehen und kopfüber langsam abkühlen lassen.
Die Gläser können ganz einfach sterilisiert werden: Gut abgewaschene Gläser mit den abgeschraubten Deckeln einige Minuten im Backofen bei 130 grad stehen lassen.

Guten Appetit!

Herbstblüten

Herbstblueten

Auch wenn mich einige für verrückt erklären, aber nach einem schönen Sommer ist ein zünftiger Herbst das beste was es gibt.
Schöne Herbstspaziergänge, Laub fegen und natürlich „Die Ernte“ sind die großen Begleiter dieser Saison.
Und wenn es auch nur die geernteten Blumen meiner kleinen Jungs vom letzten gemeinsamen Spaziergang sind. Sie bringen den bunten, milden, aromatischen Herbst ins Haus.
Ohne sie zurecht zu stutzen, habe ich sie in die Vase gestellt und sie strahlen einfach kindliche, ursprüngliche Kraft aus. Und Schafgarbe, Calendula und Wilder Oregano verströmen einen ungeheuren, aromatischen Duft.

Nun hat mich diese kindliche Kreativität auf die Idee gebracht diese vielen Blüten auch noch anders zu nutzen. Wir haben sehr viele Calendula bzw. Ringelblumen im Garten, da sie sich sehr gut selbst vermehren. Also haben wir Blüten geerntet und einen Calendula-Kuchen gebacken. Und er schmeckt köstlich und sieht auch noch fantastisch aus!

Vielen Dank an Kräuterjule

Hier das Rezept

Ringelblumen – Kuchen
Selterskuchen vom Backblech

1 Tasse/n
Öl
2 Tasse/n
Zucker
3 Tasse/n
Mehl
4
Ei(er)
1 Tasse/n
Mineralwasser mit Kohlensäure (Selters)
1 Pck.
Backpulver
1 Pck.
Vanillezucker
1 Prise
Salz
2 Handvoll
Ringelblumen, frische, frische Blüten

Für den Guss:
150 ml
Sirup (Sauerkirschsirup) oder Sauerkirschfruchtsoße
130 g
Puderzucker

Die ersten 8 Zutaten zu einen Teig verrühren, dabei das Selters erst zum Schluss dazu geben (der Vanillezucker kann auch weggelassen werden). Eine Handvoll Ringelblumenblüten unterheben. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und ca. 45 Minuten bei 200°C backen.

Aus Puderzucker und Sauerkirschsirup einen Guss herstellen, die restlichen Ringelblumenblüten mit dem Guss auf der Kuchenoberfläche dekorativ verteilen und den Kuchen noch einmal 5-10 Minuten backen.

Mit all den vielen Blüten werde ich nun noch Ringelblumen Zucker und Ringelblumenöl herstellen.

Trockene Haut im Winter

Weisses Gold im Bad

Eigentlich haben meine Kinder und ich eine sehr einfache und unkomplizierte Haut. Wäre da nicht der lange Winter hier in Deutschland. Die ständige trockene Heizungsluft, oder der trockene kalte Frostwind: der extreme Wechsel zwischen Warm und Kalt machen die Haut trocken, spröde und gereizt.
Das Gesicht sieht fleckig, fahl und eben einfach nicht so schön gesund aus. Es entwickeln sich sogar an einigen Stellen am Körper kleine trockene Stellen.

Meine Geheimwaffe ist mein weisses Gold – das Salz!
Hört sich erstmal komisch an, ist aber sehr effektiv!

Es muss kein teures Bade-Salz sein, sondern es genügt das handelsübliche Meersalz aus dem Discounter welches ich auch zum Kochen verwende. Meersalz ist weitestgehend naturbelassen und liefert somit noch viele Mineralien im Gegensatz zu dem einfachen Kochsalz.

Immer wenn die KInder baden, gibt es eine Extraportion Salz hinein. (Für eine 1/3 gefüllte 100l-Badewanne sind das ungefähr 150 g für ein Kinderbad.) Es kann ruhig so salzig wie Ostseewasser schmecken. Und die Haut ist nach dem Bad so schön weich und samtig, als wäre sie frisch gecremt. Das kann man auch schon bei den ganz kleinen Babies machen, wenn man nicht zuviel Salz nimmt. Es besteht dann auch nicht die Gefahr, dass es in den Augen brennt, denn unsere Tränenflüssigkeit ist auch leicht salzig und verträgt Salzwasser somit besser, als einfaches Leitungswasser. Einfach darauf achten dass die Haut immer wieder mit dem Salzwasser benetzt wird. Danach die Haut nur trocken Fönen oder lufttrocknen lassen, nicht abtrocknen! Man braucht dann keine Creme oder Lotion mehr, die die zarte Haut meist noch zusätzlich belastet.

Für mich selbst gibt’s das Hardcore-Programm. Im Badewasser werden 300g Meersalz aufgelöst. Ein wenig Salz auf den feuchten Händen verreiben und dann auf das feuchte Gesicht streichen und immer wieder nachfeuchten. Der Körper wird richtig mit Salz abgepeelt: Ein kleines Häufchen auf die feuchte Hand und dann die feuchte Haut einreiben – Dauer und Intensität, je nach Hautempfindlichkeit. Zusatzeffekt: Danach sind auch die Hände wunderbar weich.
Das hört sich jetzt unappetitlich an, aber liegt man nun mindestens eine halbe Stunde in solch einem Salzbad, wird man sehr erstaunt sein, wie grau und trübe das Badewasser wird. Daran erkennt man, wie sehr der Körper durch das Salz im Bad angeregt wird sich über die Haut zu entgiften und zu entschlacken.
In der Sauna potenziert sich die positive Wirkung des Salzes natürlich noch.

Aber auch hierfür benutze ich mein weisses Gold:

Die tägliche Katzenwäsche am Waschbecken für die Kinder.

Im Sommer, wenn die Haut tagsüber ständig mit LSF-Cremes eingerieben wird und all der Staub aus Luft und Sandkasten besonders gut festklebt, ist das tägliche kleine lauwarme Salzwasserbad am Abend die beste Hautbehandlung für die Kleinen.

Für die Mutigen: Wenn sich ein Schnupfen ankündigt, oder wenn morgens die Nase einfach nur trocken ist: einen halb vollen Becher lauwarmes Salzwasser in kleinen Schlückchen auf die hohle Hand gießen und immer wieder mit der Nase einsaugen. Keine Angst es ist nicht so unangenehm wie es sich anhört!

Steigerung: Wenn der Schnupfen schon da ist, bringt eine Nasendusche mit entsprechendem Gerät – gefüllt mit Salzwasser- morgens und abends große Heilerfolge!

Und auch für die Frostbeulen: Kalte Füsse in ein warmes Salzwasser-Fußbad stecken und schon wird der ganze Körper warm!


Weisses Gold im Bad

Aus Omas Trickkiste: Das beste Hustenmittel

Jetzt im Herbst geht es wieder los mit den ewigen Erkältungskrankheiten. Wir sind immer ganz besonders erfreut, wenn eines unserer Kinder solch ein „nettes Souvenir“ mal wieder vom Kindergarten mitbringt. Diese Exemplare sind besonders hartnäckig, unangenehm und kräftezehrend.

Früher, als ich noch kinderlos war, habe ich eine Erkältung einfach so, ohne Mittelchen, mit ein bisschen Tapferkeit durchgestanden: 3 Tage kommt`s, 3 Tage bleibt`s und 3 Tage geht’s…

Aber so aggressiv wie diese mutierten Kita-Viren-Infektionen und Erkältungen, war noch keine Erkrankung bei mir. Und das berichten auch alle in meinem Umfeld, die sich in solch einer Situation bei uns angesteckt haben. Unsere Großeltern waren noch nie so schlimm erkältet, bevor sie sich bei ihren Enkeln angesteckt hatten.

Die vorwiegend pflanzlichen Medikamente, die die Kinderärzte verordnen, helfen im Wesentlichen ganz gut bei der allgemeinen Heilung der Erkrankung. Ich habe allerdings noch keinen richtig guten Hustenstiller für die Nacht gefunden, der einigermaßen schmeckt und auch wirkt.

Aber als Mutter macht Not immer wieder erfinderisch. Also werden Nacht für Nacht und Erkältung für Erkältung alle Hausmittelchen meiner Oma ausprobiert, die ich noch in Erinnerung habe. Weiterlesen

Eigene Kartoffelernte

Frisch aus dem Garten

Früher habe ich über die Menschen gelacht, die sich die Mühe machen solch ordinäre Pflanze wie die Kartoffel im Garten anzupflanzen: „Kartoffel bleibt Kartoffel, die kann man doch für wenig Geld immer nach Bedarf kaufen – ohne Arbeit!“

Aber weit gefehlt. Sie ist so extrem pflegeleicht, selbst für eine unerfahrene Garten-Anfängerin wie mich.

Jetzt im frühen Herbst ist die beste Erntezeit für Kartoffeln im eigenen Garten.

Im Frühjahr ausgesät, sind die Kartoffeln das ganze Jahr über still und heimlich und ohne Arbeit zu machen, schön gewachsen. Das üppige grüne Kraut ist nun abgestorben und die Kartoffeln wollen raus.

Mit einer einfachen Kartoffelharke werden die Knollen dann aus dem Boden gehoben und gerade Kindern macht es Spaß, diese dann rauszuholen oder selbst auszugraben. Man sollte nur darauf achten, dass angeknabberte oder beschädigte Kartoffeln direkt verarbeitet werden.

Oft sind grüne Stellen an den Kartoffeln. Diese entstehen nur an den Kartoffeln die zu weit an der Oberfläche liegen und Licht bekommen haben. Auf keinen Fall dürfen diese Kartoffeln gegessen werden. Sie sind giftig und gehören direkt auf den Kompost.

Grob gereinigt (aber nicht mit Wasser!) und an einem dunklen kühlen Ort können die Kartoffeln dann ohne weiteres bis zum Frühling lagern. Ich decke sie dann immer noch mit einer alten großen Pappe ab. Sollten dann im zeitigen Frühjahr noch welche übrig sein, fangen diese an zu keimen (das passiert leider auch schon früher, wenn der Lagerort zu hell ist). Nun ist auch die richtige Zeit – sofern kein Frost mehr zu erwarten ist – diese übrig gebliebenen Kartoffeln wieder in den Garten zu bringen und auszupflanzen.

Ganz frische Kartoffeln sind ein Hochgenuss für Kartoffel-Liebhaber. Früher, als alle Knollen noch per Hand ausgegraben wurden, warf man sie abends ins Kartoffelfeuer und aß sie samt der hauchdünnen Schale. In den Wochen nach der Ernte werden sie als Pellkartoffeln gekocht. In der Schale ist nun schon etwas Solanin gebildet und diese sollte jetzt entfernt werden. Nach längerer Lagerung und vor allem bei Lichteinfall bilden sich giftige Alkaloide. Deshalb müssen die Kartoffeln nun gründlich geschält, „Augen“ und grüne Stellen entfernt werden. Jetzt sind also Salzkartoffeln angesagt. Leider zerstört das Kochen das verbliebene Solanin nicht, laugt es aber aus. Deshalb sollte das Kochwasser abgegossen werden, während wir es bei vielen anderen Gemüsesorten so gern weiterverwenden.

Die Kartoffelschale ist entgegen meiner früheren Überzeugung und entgegen den Mythen der Vollwertköstler kein Vitaminspender! Hier sind keinerlei Vitamine enthalten und auch unter der Schale sind keine dieser gesunden Stoffe zu finden. Man kann also getrost Kartoffeln schälen, denn die Schale besteht einfach nur aus Kork.

Hier noch mein ultimativer Tipp für ganz leichtes Enthäuten der Pellkartoffeln:

Nach dem Kochen die Kartoffel kurz ins Eiswürfelwasser halten und dann kann man sie ganz leicht aus der Pelle herausdrücken, oder in der Mitte angefasst die Schale zu den Seiten abziehen.

Spaß im Winter

Ach, der Winter kann so schön sein: Genussvolle Winterspaziergänge, Schneemann bauen, rodeln und Glühwein trinken am Schneefeuer. Doch was mir gefällt, ist ja leider nicht der Maßstab. Mit all diesen schönen Dingen sind meine Kleinsten noch lange nicht zu begeistern.

Hier muss ich schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen. Besonders Kinder im Alter von zwei und drei Jahren, die nicht mehr im Wagen sitzen aber auch noch nicht soviel Ausdauer besitzen, haben schnell genug von diesem kalten Wetter, dem Schnee der einfach kein richtig schöner Schneemann werden will und der Rodelpiste die nach zweimal hoch und runter eh viel zu anstrengend ist.

Da ist der Schneeball zum lecken als  Eis viel spannender, besser noch: hinlegen und die Zunge direkt hinein in die tolle weiße Masse. Eiszapfen können so schön zwischen den Zähnen knacken und so regenbogenbunt in der Sonne glitzern. Und die vielen Spuren, die man entdecken und auch selber machen kann, sind faszinierend. Die kleinen Sternchen, die auf der Zunge schmelzen, wenn man das Pulver in die Luft wirbelt. Im Schnee wälzen, Formen eindrücken (am bekanntesten sind Adler oder Engel) Stöckchen stecken und in den kahlen Büschen verstecken. Und nach dem kleinen Gummibärchenpicknick geht’s wieder auf dem Schlitten nach Hause – aber natürlich auf dem Bauch oder Rücken liegend oder rückwärts sitzend – Hauptsache nicht langweilig werden. Und sollte es dann doch wieder zu schnell dunkel geworden sein, holt Mama die zwei kleinen Taschenlampen heraus, die in den Schnee hineinleuchten und ihn so schön verwandeln können. So haben wir fast jeden Tag Spaß, selbst wenn der Winter nicht zu enden scheint. Das Schönste daran ist, dass die Kinder mir immer wieder neue Entdeckungen zeigen, die ich schon lange vergessen oder sogar ohne sie nie kennen gelernt hätte.

Endlich Urlaub – und alles durcheinander

Die Kinder haben den Tisch gedeckt ;o)

Also irgendwie ist es immer wieder ein Phänomen!

Da freut man sich auf ein paar entspannte, freie Tage mit Mann und Kindern zu Hause und dann geht alles drunter und drüber! Der Mann ist schlecht gelaunt, weil er überarbeitet ist, nicht abschalten kann und mit der „neuen“ Rolle als temporärer Full-Time-Papa und -Ehemann einfach überfordert ist.
Die Kinder sind unruhig und quengelig weil Mama und Papa ständig in der Wohnung herumwuseln, damit endlich alles fertig ist und man die Beine hochlegen kann.
Urlaub ist es für die Mama ganz und gar nicht, da es mehr Arbeit macht, dem Papa auf einfühlsame Weise zu erklären, wie der Haushalt funktioniert, als täte sie es selbst. Weiterlesen