Archiv der Kategorie: Erholung

Klasse Weißwein im Frühling

Wein auf dem Balkon

Wein auf dem Balkon

Endlich die ersten Frühlingstemperaturen und der Flieder blüht und duftet! Der richtige Zeitpunkt, die Gartenmöbel herauszuholen und ein paar Stunden auf dem Balkon zu genießen. Und was passt zu dieser angenehm milden Stimmung? Ein gutes Glas leicht gekühlter Weißwein.

Meine Entdeckung der letzten Jahre ist der Savennières – ein AOC-Wein der Rebsorte Chenin Blanc, der südlich von Angers an der Loire
auf Schieferböden angebaut wird. Ich will mich hier gar nicht an einer Beschreibung versuchen, das macht die Dachorganisation der Loireweine, Val de Loire, viel besser:

“ Intensive goldgelbe Farbe mit grünem Schimmer, die sich mit der Zeit in antikgold mit bernsteinfarbenem Schimmer verwandelt. (…) Aromen von Lindenblüten, Anis, Pampelmuse, Birne, Honig und Quittenbrot. Von einer starken Mineralität geprägt entwickelt das Bukett mit der Zeit Noten von Nuss, milden Gewürzen und kandierten Früchten…“.

Der Wein passt hervorragend zu Ziegenkäse, Schalentieren, Fisch mit Frühlingsgemüse oder zu Spargel!

Hier zwei bekannte Weingüter für diejenigen, die einen Abstecher ins Loiretal machen möchten:

Ich hoffe, Ihnen schmeckt der Wein auch so gut wie mir!

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Flügelschläge im Februar – Zweiter Teil

hausgemachte Nudeln

Die Hühnersuppe ist natürlich ein Klassiker und dafür bekannt, dass sie das Wohlbefinden steigern und Kräfte in uns wecken kann. Nicht nur an nasskalten Tagen koche ich deshalb diese Suppe gern, sondern auch im Sommer, da sie sogar lauwarm ausgezeichnet schmeckt und gut verträglich ist.

Für „meine“ Hühnersuppe setze ich ein Hähnchen mit zwei Bund Suppengrün, zwei Zwiebeln, Lorbeerblatt und Pfefferkörnern auf, lasse dies ca. 30 – 40 Minuten köcheln und danach noch gut durchziehen. Ein Suppenhuhn würde die Brühe natürlich etwas kräftiger im Geschmack machen, aber ein Hähnchen hat mehr Fleisch und braucht nicht so lange, um gar zu werden. In die Brühe kommen jetzt reichlich Erbsen, Möhren, Spargel (am besten Tiefkühlkost: Leipziger Allerlei), eine Dose ganze Champignonköpfe (diese einmal durchschneiden); das Fleisch vom Hähnchen (mundgerechte Stücke); mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Beste kommt nun zum Schluss: Selbst gemachte Nudeln! Oh nein, dass macht überhaupt keine Arbeit, man braucht keine Nudelmaschine und Kinder beteiligen sich sehr gern an dieser Arbeit. Ich habe diese Nudeln, die ich ausschließlich für die Hühnersuppe nehme, sogar immer auf Vorrat.

Für den Nudelteig nehme ich: 100 g Mehl, 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 Esslöffel Öl. Alle Zutaten werden vermischt und sollten so lange mit der Hand geknetet werden, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Hier ist ein bisschen Ausdauer gefragt. Der fertige Nudelteig wird nun schön dünn ausgerollt und in ca. 3 bis 4 cm breite Streifen geschnitten. Sie sollten darauf achten, dass der Teig von oben und unten immer gut mit Mehl bestreut ist – aber nur gerade soviel, das ein Zusammenkleben der Teigstreifen verhindert wird. Zwei bis drei Streifen kann man jetzt übereinander legen und ca./max bis 3 mm dicke Nudeln abschneiden. Hat man das überschüssige Mehl von den Nudeln geschüttelt, können diese in die kochende Hühnersuppe, in der schon alle anderen Zutaten gar/fast gar sind. Beim Servieren der Suppe bzw. des Eintopfs noch frisch gehackte Petersilie dazu geben.

Nudeln, die man auf Vorrat herstellt, sollten zunächst ein paar Tage – gut ausgebreitet auf Backpapier – trocknen. Während dieser Zeit sollten Sie die Nudeln immer mal wieder durchmischen. Für das Trocknen muss das Mehl dafür nicht entfernt werden. Sind die Nudeln getrocknet, können sie in ein verschließbares Glas.  Weiterlesen

Flügelschläge im Februar – Erster Teil

Heringsdorfer Entenschnabel

Der Antrieb fehlt. Die Tage werden zwar schon länger und auch die Amseln geben sich am frühen Morgen redlich Mühe mit ihrem kleinen Konzert. Aber im Februar ist eben der Winter immer noch präsent und die Wartezeit bis zum Frühling kommt einem jetzt unendlich lang vor. Jedes Jahr um diese Zeit empfinde ich diese Ungeduld und frage mich, wie halte ich das bloß noch aus, bis sich die „Märzensonne“ zeigt und ich ihre wohltuende Wärme genießen kann? Bis dahin muss man sich irgendwie selbst Freude, Licht und Wärme schaffen. OK, dass ist schon mal ein guter Vorsatz. Aber kriegt man das jetzt mit erhöhtem Schokoladenkonsum, einem Grünkohlkuchen, Glühwein o.ä. hin? Nee. Energie kommt jetzt aus Dingen, die man den ganzen Winter lang nicht gemacht oder gesehen hat oder auch aus einem Kurzurlaub. Und genau das habe ich in den letzten Tagen und Wochen ausprobiert und habe mir tatsächlich damit ein paar seelige Momente geschaffen.

Hier nun der erste Tipp: Im Winter kann man z.B. in Heringsdorf – auf der Insel Usedom – zu wirklich günstigen Preisen ein paar Tage verbringen. So verbrachte ich mit meiner Familie vier unendlich lange Tage in einem Hotel am verschneiten und vereisten Ostsee-Strand. Wir hatten ein Appartment mit Schlaf-, Kinder-, Wohnzimmer, Küche und Bad mit Whirlpool-Badewanne. Wir verzichteten auf das Hotelfrühstück – dafür durften die Kinder in der selbstgebauten „Bude“ frühstücken. Im Übernachtungspreis war der tägliche Aufenthalt in der hoteleigenen Wellness-Oase inbegriffen. Das heißt: 15 m Schwimmbecken; extrem erholsame Saunen; wenn man wollte: Fitness, Massagen, Kosmetik usw. Was waren das für Tage! Vormittags 2 bis 3 Stunden am Strand spazieren, Enten und Möwen füttern; Mittagessen; umziehen und rein ins warme Bad oder ins 65 Grad warme Laconium. Die Kinder hatten schon am frühen Abend Schlafbäckchen, wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen habe. Und ich bin auch sehr stolz auf mich, dass ich dieses Mal nicht verzichtet habe und mir sogar etwas für meine Schönheit geleistet habe. Ich glaube, dass wird zur Tradition: Ostsee im Februar!

Im zweiten Teil gibt es ein Rezept und einen Tipp für Schokoladengenuss ganz ohne Reue.