Archiv der Kategorie: Küche

Herbstblüten

Herbstblueten

Auch wenn mich einige für verrückt erklären, aber nach einem schönen Sommer ist ein zünftiger Herbst das beste was es gibt.
Schöne Herbstspaziergänge, Laub fegen und natürlich „Die Ernte“ sind die großen Begleiter dieser Saison.
Und wenn es auch nur die geernteten Blumen meiner kleinen Jungs vom letzten gemeinsamen Spaziergang sind. Sie bringen den bunten, milden, aromatischen Herbst ins Haus.
Ohne sie zurecht zu stutzen, habe ich sie in die Vase gestellt und sie strahlen einfach kindliche, ursprüngliche Kraft aus. Und Schafgarbe, Calendula und Wilder Oregano verströmen einen ungeheuren, aromatischen Duft.

Nun hat mich diese kindliche Kreativität auf die Idee gebracht diese vielen Blüten auch noch anders zu nutzen. Wir haben sehr viele Calendula bzw. Ringelblumen im Garten, da sie sich sehr gut selbst vermehren. Also haben wir Blüten geerntet und einen Calendula-Kuchen gebacken. Und er schmeckt köstlich und sieht auch noch fantastisch aus!

Vielen Dank an Kräuterjule

Hier das Rezept

Ringelblumen – Kuchen
Selterskuchen vom Backblech

1 Tasse/n
Öl
2 Tasse/n
Zucker
3 Tasse/n
Mehl
4
Ei(er)
1 Tasse/n
Mineralwasser mit Kohlensäure (Selters)
1 Pck.
Backpulver
1 Pck.
Vanillezucker
1 Prise
Salz
2 Handvoll
Ringelblumen, frische, frische Blüten

Für den Guss:
150 ml
Sirup (Sauerkirschsirup) oder Sauerkirschfruchtsoße
130 g
Puderzucker

Die ersten 8 Zutaten zu einen Teig verrühren, dabei das Selters erst zum Schluss dazu geben (der Vanillezucker kann auch weggelassen werden). Eine Handvoll Ringelblumenblüten unterheben. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und ca. 45 Minuten bei 200°C backen.

Aus Puderzucker und Sauerkirschsirup einen Guss herstellen, die restlichen Ringelblumenblüten mit dem Guss auf der Kuchenoberfläche dekorativ verteilen und den Kuchen noch einmal 5-10 Minuten backen.

Mit all den vielen Blüten werde ich nun noch Ringelblumen Zucker und Ringelblumenöl herstellen.

Süßrote Tomaten

Tomatensalat - Coeur de Boeuf

Geschmacksbombe

Das Warten hat sich gelohnt. Durch den kalten Frühling haben sich die Tomaten mit dem Reifen dieses Jahr besonders viel Zeit gelassen. Dafür schmecken sie umso leckerer.
Am besten pur mit nur etwas Meersalz, Olivenöl und frischem Basilikum …  Besonders fruchtig ist die Coeur de Boeuf – oder auch Ochsenherztomate!

Wie ich den Koriander entdeckt habe

Bild

Der erste Teil der Ernte

Schon im letzten Jahr habe ich Koriander im Garten ausgesät, mit der naiven Vorstellung, den ganzen Sommer hindurch büschelweise Koriander-Blätter zu ernten und ganz frisch in der Küche zu verwenden. Zahlreiche Fernseh-Köche machten das vor und verarbeiteten das frische Kraut. Da konnte ich doch nicht hinter her sein! Aber leider habe ich das Projekt „Koriander aus dem eigenen Garten“ vergeigt – aus Unerfahrenheit.

In diesem Jahr nun der zweite Versuch: Diesmal habe ich den Koriander an einen prall-sonnigen Ort ausgesät. Blätter gab es mal wieder nur sehr spärlich, die Pflanzen blieben klein – aber: Der Koriandersamen! Leute, das hat sich gelohnt!

Die Samen sind erst grün und werden langsam braun; dann sollte man auch ernten! Allerdings muss man die Pflanzen immer mal wieder auf den Reifegrad der Samen kontrollieren. Ansonsten fällt der Samen einfach ab und das war’s dann. Wenn man nun die halb-fertigen Samen (also fast braun) samt der Pflanze erntet und dann auf einer Zeitung zum Trocknen an einen warmen, sonnigen Ort legt, dann reifen die Samen wunderbar nach. Und noch ganz wichtig für die Koriander-Liebhaber: Ein herrlicher Duft breitet sich aus.

Ich habe Koriander-Körner tatsächlich in diesem Jahr zum ersten Mal in der Küche verwendet (bisher immer nur das Pulver): in einem Rhabarber-Chili-Feigen-Koriander-Kardamom-usw.-Chutney. Fantastisch! Das Koriander-Pulver habe ich natürlich sofort aus der Küche verbannt.

Für die Grill-Abende habe ich noch die folgende Empfehlung: Geflügelfleisch (Hühnchen- oder Putenbrust) ca. eine Stunde (am besten noch länger) in einer Marinade aus Zitronensaft, Kräutersalz, Honig oder Dicksaft und ein paar Korianderkörner einlegen. Die Korianderkörner werden vorher in einem Mörser leicht angedrückt.

Über die medizinische Verwendung, die Wirkstoffe, Verwendung in der Küche sind natürlich das World Wide Web oder auch mal ein handfestes Buch die richtigen Adressen.

Der Wildkräuter-Kochkurs (1)

Noch keine üppige Ausbeute - trotzdem schon voller Aroma und Vitamine.

Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere

Lange musste ich mich gedulden und nun habe ich die ersten zweieinhalb Stunden Kochkurs „Kochen mit Wildkräutern“ hinter mir. Was für ein entspannter Abend, bei dem es um die richtige Ernährung (man kann es nicht oft genug hören) und eine erste Einführung in die Wildkräuterküche ging! In sehr netter Runde haben wir uns danach mit sehr leckeren Sachen bekocht. Wichtig beim gemeinsamen Essen: Man fängt zunächst bei der Rohkost an und arbeitet sich dann zum warmen Gericht vor. Geschmeckt hat uns folgende „Menüfolge“: ein Frischkorngericht; Spitzkohlsalat; Partysemmeln wahlweise mit Wildkräuterbutter oder süßer Dattelcreme; Dinkelnockerl-Suppe mit Kräutern und dazu gedünstetes Gemüse.

Auf die Wildkräuter werden wir uns wohl erst in zwei Wochen „stürzen“ können. Es gibt einfach noch nicht so viele Kräuter – was dem langen Winter geschuldet ist. Ein paar Bilder vom „Erstkontakt“ mit Wildkräutern und Getreidemühle gibt es bei Google+.