Der Wildkräuter-Kochkurs (1)

Noch keine üppige Ausbeute - trotzdem schon voller Aroma und Vitamine.

Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere

Lange musste ich mich gedulden und nun habe ich die ersten zweieinhalb Stunden Kochkurs „Kochen mit Wildkräutern“ hinter mir. Was für ein entspannter Abend, bei dem es um die richtige Ernährung (man kann es nicht oft genug hören) und eine erste Einführung in die Wildkräuterküche ging! In sehr netter Runde haben wir uns danach mit sehr leckeren Sachen bekocht. Wichtig beim gemeinsamen Essen: Man fängt zunächst bei der Rohkost an und arbeitet sich dann zum warmen Gericht vor. Geschmeckt hat uns folgende „Menüfolge“: ein Frischkorngericht; Spitzkohlsalat; Partysemmeln wahlweise mit Wildkräuterbutter oder süßer Dattelcreme; Dinkelnockerl-Suppe mit Kräutern und dazu gedünstetes Gemüse.

Auf die Wildkräuter werden wir uns wohl erst in zwei Wochen „stürzen“ können. Es gibt einfach noch nicht so viele Kräuter – was dem langen Winter geschuldet ist. Ein paar Bilder vom „Erstkontakt“ mit Wildkräutern und Getreidemühle gibt es bei Google+.

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Gebäck für jede Jahreszeit

Foto: Spritzgebäck

Frisch gebackenes Spritzgebäck…oh es riecht gut…

Kekse und Plätzchen gehen immer – nicht nur an Weihnachten. Um deshalb immer einen kleinen Vorrat für jede spontane Kaffeerunde oder für die Kinder zu haben, backe ich ab und zu Spritzgebäck. Es lässt sich gut in einer Blechdose lagern und schmeckt das ganze Jahr über. Spritzgebäck ist nicht unbedingt ein typisches Weihnachtsgebäck.

Mein Rezept für Spritzgebäck:

300 g weiche Butter (nicht geschmolzen)
250 g Puderzucker
125 g Speisestärke
1/8 Liter Milch
die abgeriebene Schale einer Zitrone
500 g Mehl
Bei Bedarf: Kuvertüre für Glasur

Den Teig gut verkneten – per Hand oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Der Teig kann sofort verarbeitet werden oder aber auch noch für ein paar Stunden im Kühlschrank ruhen, um so besser lässt er sich später weiter verwenden.

Ist der Teig so’n Zwischending zwischen fest und geschmeidig, kann er entweder durch den Spritzbeutel oder auch durch den Fleischwolf, mit Spritzgebäck-Einsatz gedreht und aufs Blech gebracht werden. Die Kekse können verschiedene Formen haben: Stangen, S-Form, Kringel/Kreise.
Gebacken werden sie – wie alle anderen Kekse/Plätzchen – bei ca. 175 Grad (Umluft 150 Grad) bis sie ein wenig braun geworden sind. Das sind meist ca. 10 Minuten.

Mir persönlich schmeckt das Spritzgebäck so am besten. Wenn Sie oder Ihre Kinder mögen, dann kann man natürlich noch ein bisschen Schokolade (flüssige Kuvertüre) über das Gebäck ziehen.

Viel Vergnügen mt diesem wirklich sehr leckeren Gebäck und wenn Sie jetzt noch einmal nachlesen möchten, was der Unterschied zwischen einem Plätzchen und einem Keks ist, dann können Sie dies hier tun.

Kleine Obstbäume ganz groß

Zwerobstbaum in Blüte

Vielversprechende Blüte

Mein Traum: ‚Ein eigenes Stück Land, bestehend aus einem Gemüsegarten und einer riesigen Wiese mit vielen wilden Blumen und ganz vielen Obstbäumen – alle Bäume hintereinander gereiht; alte Sorten, gut verschnitten, reich tragend. An warmen Frühlingstagen wird ein großer Tisch zwischen zwei Apfelbäume gestellt, darauf kommt Ur-Omas altes Leinen-Tischtuch, wild durcheinander gewürfeltes Geschirr und Familie, Freunde, Nachbarn kommen auf eine gemütliche Kaffeerunde vorbei.‘

Wer sich diesen Traum erfüllen kann, ist wirklich zu beneiden. Naja, und wenn nicht, dann muss man sich eben sein Paradies auf 2 oder 20 oder vielleicht auch auf 200 m² schaffen. Ich habe das Glück, einen kleinen Garten zu haben; allerdings reicht der auch nicht für die große Obstbaum-Gala. Was also tun, bei wenig Platz für möglichst viel Obst?

Ich hatte schon irgendwann einmal von Spalierbäumen gehört und mir gedacht, dass das die Lösung für mein Platzproblem ist. Auf der Suche nach Baumschulen oder Online-Versandanbietern bin ich auf eine ganz wunderbare Internetadresse  gestoßen und habe dort eine echte Großbestellung ausgelöst. Und ich wurde nicht enttäuscht: Alte Obstsorten, Zwergobstbäume, Wildobst, Mehrsortenbäume und seltenes wie den Maulbeer- oder Quittenbaum; Pflanzzeit-Infos und Hinweise zu Befruchter-Sorten inklusive. Und ganz passend: Es ist ein Anbieter aus dem traditionellen Obstanbau-Land Schleswig Holstein.

Ende April/Anfang Mai habe ich meine neuen Bäume gepflanzt: Sechs Zwergobstbäume und zwei Blaubeersträucher. Die gelieferten Bäume und Sträucher sahen sehr gesund, robust und gepflegt aus. Gut einen Monat später hängen jetzt die ersten kleinen Äpfel dran – damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Was für ein Glück! Als ob ich träumen würde…

Das richtige Futter für heimische Vogelarten

Futterglocke

Futterglocke Marke Eigenbau

Wann sollte man die Vögel im Winter füttern? Erst wenn Schnee und Eis die Erde bedecken und nächtliche Minus-Temperaturen den Boden gefrieren lassen? Ich fürchte, genau so habe ich in der Vergangenheit die heimischen Piepmätze versorgt: Erst bei Minustemperaturen gab es Sonnenblumenkerne und Meisenknödel. Hartnäckig hielt sich die Meinung, dass sich die Vögel sonst nicht mehr auf die Suche nach ihrem „normalen“ Futter machen und Raupen, Regenwürmer usw. verschmähen. Das fand ich immer sehr schade, und hielt mich auch blöderweise daran. Heute empfiehlt u.a. der Naturschutzbund, die Vögel sogar ganzjährig zu füttern und sie so an die Umgebung (Garten, Terrasse, Balkon) zu gewöhnen und sie als Dauergäste zu halten.

Mittlerweile biete ich ab den ersten kalten Spätherbsttagen das erste Futter an. Das ist meist ab Mitte November. Ich kann mich damit rühmen, dass ich im Garten alle möglichen Meisenarten, Kleiber, Rotkehlchen, Amseln, Spatzen, Ringeltauben, Eichelhäher und sogar einen Buntspecht beköstigen darf. Auf der Speisekarte stehen für die Meisen Sonnenblumenkerne und Meisenknödel; Fettfutter zum Ausstreuen und einen Maiskolben für die größeren Vögel und für die Amseln gibt es zusätzlich einen Apfel. Das Fettfutter in einer Futterglocke haben meine Kinder in diesem Jahr zum ersten Mal selbst gemacht (siehe Foto). Das Futter ist so verteilt, dass es für Akrobaten und für „Bodenläufer“ gut zu erreichen ist.

Wichtig ist aber nicht nur das Futter, sondern auch eine Trink- und Badestelle. Dafür sind die Vögel wirklich sehr dankbar!

Wer sich noch ein bisschen mehr belesen will, oder vielleicht auch seltene oder unbekannte Vogelarten an der Futterstelle beobachtet, dem empfehle ich ein kleines, aber gehaltvolles Büchlein für 4,99 Euro: „Vögel füttern im Winter“ von Holger Haag, Kosmos Verlag

Pelzig, steinhart, aromatisch und so gesund: Quitten

Pelzige Vitaminbomben

Was macht man mit einem Eimer voller Quitten, den man gerade von einem Nachbarn geschenkt bekommen hat? Mehr als Quittengelee ist mir erst einmal nicht eingefallen. Quitten hatte ich tatsächlich noch nie verarbeitet. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass man Quitten gar nicht oder eher selten im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt bekommt.

Die Früchte sind mit einer Art Schutzschicht überzogen: Eine graue, pelzige Schicht, die sich aber ganz gut unter fließendem Wasser mit der Hand abreiben lässt. Genießen Sie dabei unbedingt den fantastischen Geruch der Quitte. Eine Mischung aus Zitrone und Apfel und unheimlich intensiv. Am liebsten möchte man in die Quitte rein beißen, einen Tee kochen oder einfach die Quitte nur liegen lassen, damit sie noch lange ihren Duft verströmt. Alles würde mit Sicherheit möglich sein – nur nicht das rein beißen. Die Quitte ist wortwörtlich steinhart und roh nicht genießbar. Passen Sie also gut beim Zerteilen der Quitte auf. Sie kann es mit der Härte eines Hokkaido-Kürbis durchaus aufnehmen. Überrascht hat mich, dass doch relativ viele Früchte madig waren. Respekt, liebe Maden!

Das Quittengelee habe ich genauso wie Apfelgelee zubereitet: Die Quitten gut waschen, zerteilen (grobe Stücke, mit Gehäuse – aber ohne Maden, Blüte und Stiel) und in den Dampf-Entsafter geben zum Entsaften. Ich habe keine anderen Früchte dazugegeben. Wahrscheinlich könnte man noch gut eine saftige, säuerliche Apfelsorte dazugeben. Den gewonnenen Saft habe ich mit Gelierzucker nach Anweisung gekocht und in die vorbereiteten, sauberen Gläser gefüllt. Schraubdeckel darauf – fertig.

Wie das mal wieder bei mir üblich ist, konnte ich es nicht übers Herz bringen, die entsafteten Quitten einfach so in den Müll zu werfen. Was kann man also aus den ausgekochten Quitten noch machen? – Beim Apfel ist es Apfelmus und bei Quitten kann man ein herrliches Quittenbrot herstellen:

Dafür habe ich die ausgekochte Quittenmasse durch ein Sieb gestrichen und das so gewonnene Mus mit der gleichen Menge Zucker in einen Topf gegeben und unter ständigem Rühren einkochen lassen, bis man wirklich eine dicke, klebrige Masse hat. Das ist wirklich keine leichte Arbeit – man muss ständig umrühren, sonst brennt die Masse an und das Ganze dauert mindestens eine Stunde – je nach Menge – eher länger. Aber es lohnt sich! Die fertige Masse habe ich dann auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech gestrichen und gut 2 Wochen trocknen lassen (einfach irgendwo in der Wohnung an einer geschützten Stelle). Danach kann man dann aus der etwas eingetrockneten Masse mundgerechte Stücke schneiden und in ein verschließbares Gefäß geben (zwischen den Schichten legt man wiederum Backpapier).

Sie wissen ja selbst, dass die (Vor-)Weihnachtszeit dazu dient, dass wir uns mit fettreichem Essen oder ganz vielem Süßkram eine kleine Polsterschicht für den bevorstehenden Winter anfuttern. So ein Quittenbrot gehört definitiv dazu und passt ganz hervorragend zum Nachmittagskaffee. Was daran noch gesund ist, weiß ich nicht, aber es ist eine gute Alternative zu Schokolade, Lebkuchen und Co.

Lavendel: Nicht nur eine Urlaubserinnerung

Lavendel liegt in der Luft...

Wie gern erinnere ich mich an unseren Sommerurlaub: Jeden Tag Sonne, die schöne blaue Adria, keine Wolke am Himmel, alles läuft weniger hektisch, es duftet nach Rosmarin, Lorbeer, Lavendel und der uns immer begleitende, beruhigende Gesang der Zikaden. Einfach ideale Bedingungen, um die Seele baumeln zu lassen.

Ist man wieder zu Hause angekommen, möchte man möglichst noch lange vom Urlaub zehren, sich an alle Erlebnisse, Bekanntschaften, an die schmackhafte Urlaubsküche, den einmaligen Sternenhimmel und die wunderbaren Düfte erinnern. Deshalb zählen wir wohl in diesem Jahr auch wieder 300 Fotos (ein Hoch auf die Digitalkamera), vom Strand eingesammelte Muscheln, Muschelbruchstücke, Steine, Hühnergötter, Treibholz, Scherben und nicht zu vergessen Lorbeerblätter und Lavendel zu unseren wertvollsten Urlaubsmitbringseln.

Lavendel gab es in diesem Jahr reichlich und es war auch der richtige Zeitpunkt für die „Ernte“. So haben wir den gerade verblühten Lavendel abgeschnitten (dann entwickelt er den stärksten Geruch) und während unseres Urlaubs trocknen lassen. Zu Hause wurden dann die Blüten vom Stängel abgestreift und in kleine Baumwollsäckchen gefüllt. Die Säckchen habe ich mir aus einem Baumwoll-T-Shirt hergestellt. Dafür einfach entsprechend große Vierecke ausschneiden, eine passende Menge Lavendelblüten darauflegen, und das Ganze dann zu einem Säckchen zusammenschnüren. Diese Duftsäckchen einfach im Kleiderschrank, in den Schubladen der Kommode etc. verteilen. So duftet es noch lange nach Urlaub, beruhigt die Seele und vergrault ganz nebenbei auch noch die Motten im Schrank. Ab und zu sollten Sie das Duftsäckchen leicht „kneten“, so wird wieder neuer Duft verströmt.

Ordnung für alle Lego-isten

Lego-Köpfe, -Hosen, -Körper, -Haare,-Helme etc. im Griff

Haben Sie auch schon beobachtet, dass es unter den Kindern oftmals überzeugte Playmobil-Fans auf der einen und eingefleischte Lego-Fans auf der anderen Seite gibt?
Meine Kinder sind eher die „Lego-isten“ und mögen Playmobil nicht so gern. Sie bauen, bauen, bauen und bauen – selten nach Bauanleitung.

Nun ist es wie mit jedem Spielzeug – es vermehrt sich auf fast unerklärliche Weise in einem Wahnsinns-Tempo…es wird mehr und mehr und immer mehr. Über die Zeit kommen dann ganz schnell ganz viele Lego-Teile in allen möglichen Formen, Farben und Größen zusammen. Dabei ist das kleinste Teil, dass funkelt oder sehr selten ist, der größte Schatz des Kindes. Und ob Sie es glauben oder nicht, meine Kinder wissen immer noch genau, welche Lego-Teile sie haben und meistens auch noch, zu welchem Bausatz die gehören.

Um die Ordnung im Kinderzimmer einigermaßen aufrecht zu halten, kamen bei uns nun alle Lego-Teile in eine große, flache Box, die man unter das Bett schieben konnte. So eine große Kiste ist vielleicht im Sinne der ordnungsliebenden Eltern, beglückt aber nicht die kleinen und großen, unglaublich kreativen Lego-Bauer.

Nun gibt es ja – direkt von Lego – Ordnungskoffer. Teuer – von Lego eben. Die billigere Alternative dazu gibt es im Baumarkt für ca. 7 Euro zu kaufen: Sortierkisten für Schrauben, Dübel etc. Natürlich gibt es die auch in verschiedenen Größen und Ausführungen. Viele Fächer – groß und tief genug – ein durchsichtiger Deckel darauf – Perfekt!

Nach einer großen, gemeinsamen Sortier-Aktion – den Kindern hat das ganz großen Spaß gemacht! – haben wir nun die einfachen Steine und größeren Bauteile immer noch in der großen, flachen Box und alles andere, sortiert nach Körper, Köpfe, Beine, Haare, Räder, Scheiben, Kristallen und was es da nicht alles gibt, in die Fächer der „Baumarkt-Kleinteile-Sortierboxen“ gepackt.

Auch wenn jetzt manchmal noch gefühlte Hunderttausend Lego-Teile im Zimmer verstreut liegen, weiß ich, dass gerade mal wieder eine ganz wichtige Bauphase läuft; und wenn dann das Unterwasser-Monster-Jäger-Laser-Schiff fertig gebaut ist, verschwinden die restlichen 99.567 Teile wie von selbst in den Sortierkisten.