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Parken Sie Ihr Kind auch mal vor dem Fernseher?

Fernsehen und KinderIch weiß nicht ob es Ihnen manchmal auch so geht – Sie wollen irgendetwas im Haushalt erledigen, wie z. B. Wäsche aufhängen, den Geschirrspüler ein- bzw. ausräumen, das Abendbrot vorbereiten oder Sie müssen ein dringendes Telefonat führen oder einmal kurz unter die Dusche springen. Ihr Kind will aber partout, dass Sie sich mit ihm beschäftigen.

So eine Situation kommt – zumindest bei mir – täglich vor. Meist mehrmals. Die Kunst liegt dann darin, unsere zweijährige Tochter irgendwie dazu zu kriegen, dass sie meine eingeschränkte Aufmerksamkeit  akzeptiert, sei es dadurch, dass ich sie davon begeistere mir zu helfen, sie dazu bekomme, irgendetwas alleine zu spielen oder ihr verspreche, irgendetwas Tolles im Anschluss an mein Vorhaben zu tun.

Oder aber ich biete ihr an, dass sie fernsehen kann. Dieses Mittel erlaubt es mir, in den meisten Fällen zumindest, meinen beabsichtigten Arbeitsschritt zügig und in Ruhe zu erledigen. Wunderbar! Alle sind zufrieden – meine Tochter, weil sie eine Fernsehsendung schauen durfte und ich, weil ich entspannt meine Arbeit geschafft habe. Ich bekenne also, dass ich unsere Tochter regelmäßig für 10 bis 30 Minuten vor dem Fernseher parke.

Das kommt vor allem morgens vor, wenn wir uns alle fertig machen, um aus dem Haus zu gehen und abends, wenn wir nach Hause kommen und das Abendbrot vorbereitet werden muss. Auf ein paar Dinge achte ich dabei: In der Regel läuft bei uns nur Ki.Ka und auch da schaue ich erst einmal, welche Sendung läuft und ob diese Sendung für ein Kleinkind geeignet ist. Ich muss sagen, dass ich von einigen Sendungen auf Ki.Ka geradezu begeistert bin! Vormittags laufen z. B. innerhalb des Rahmenprogramms Kikaninchen, die Sendungen „Jonalu“ und „Die Sendung mit dem Elefanten“. Im Grunde ist am Vormittag das gesamte Programm von Kikanichen für Kleinkinder geeignet und am Abend sind die meisten Sendungen zwischen 18 und 19.30 Uhr auch kleinkindverträglich – insbesondere natürlich das Sandmännchen.

Ich hatte mal das Bedürfnis, mich zu outen und zu sehen, wie es denn andere Eltern tatsächlich mit dem Fernsehen ihrer Kinder halten. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist das Fernsehen im Kleinkindalter eher ein Tabu. Nur vereinzelt wird – meist etwas beschämt – zugegeben, „dass das Kind ab und an das Sandmännchen schauen darf, obwohl die Kleinen in dem Alter ja eigentlich gar kein fernschauen sollten….“

Lassen Sie Ihre Kinder fernsehen oder parken Sie sie womöglich auch hin und wieder mal vor dem Flimmerkasten? Bin gespannt auf Ihre Kommentare! Vielleicht interessiert es Sie: hier gab es vor kurzem schon mal eine ähnliche Umfrage.

Foto: Ewe Degiampietro © http://www.fotolia.de

Mehlgrieszuckersuppennudelpopcorn-Suppe

Kinderküche

Zwei Jahre ist sie nun, unsere Tochter. Unglaublich. Wir haben sie rundum und freudig gefeiert – ihre Liebsten waren da, viele Luftballons, jede Menge leckerer Kuchen und dann die ganzen Geschenke… Die kamen alle super an und sind auch drei Wochen nach Überreichung alle noch sehr beliebt. Ganz besonders häufig und intensiv wird allerdings die neue Kinderküche bespielt. Die ist echt klasse. Ausgestattet ist sie mit Herdplatten, Ofen, Spüle, Wasserhahn (der sogar Wasser spendet!) Regal und Schubladen. Ihre Oma hat Gläschen mit diversen Lebensmitteln gefüllt und Töpfe und Geschirr im Internet ersteigert. Auch die Küche haben wir über das Internet bestellt – da gibt es eine Menge Auswahl und natürlich auch verschiedene Preisklassen. Wir haben für die Küche (von Elka) knapp 80 Euro gezahlt.

Unsere Tochter kocht uns nun jeden Tag fleißig die tollsten Gerichte und serviert mit großer Konzentration Tee und Kaffee. Bei den Speisen ist ihr Favorit derzeit eine Suppe bestehend aus Mehl, Gries, Zucker, Suppennudeln und Popcorn – wobei ich zugeben muss, dass der Zucker häufig in ihrem Mund landet – wenn ich nicht schnell genug die Löffelladung in den Topf umleite.

Lässt man sein Kind mit echten Lebensmitteln, wie z.B. Mehl oder Gries „kochen“, vielleicht auch noch unter Verwendung von Wasser, kann ich nur raten, die Kinderküche in die Küche zu stellen bzw. an einen Ort, den man einfach säubern kann. Das ganze macht einen ganz schönen Dreck – aber genau das macht ja eben erst richtig Spaß….

Für die erste Hilfe zu Hause

Kamillenblüten

Heilsame Kamille

Was sollte man für den Fall der Fälle alles zu Hause haben? Tatsächlich ist es gar nicht so viel und es nützt sowohl Kindern als auch Erwachsenen: Praktisch ist ein Erste-Hilfe-Koffer, wie man ihn im Auto hat. Mindestens einmal im Jahr kann man diesen günstig bei den Discountern kaufen bzw. für etwas mehr Geld in den Apotheken. Wenn man Kinder hat, sollte man noch eine Packung extra Pflaster (in verschiedenen Größen und mit bunten Motiven bedruckt) im Schrank haben.

Im Kühlschrank sollte möglichst immer eine Kalt-Kompresse (Kühl-Pack) griffbereit liegen. Gibt es mal eine Schürfwunde, habe ich ein Desinfektionsmittel zu Hause, welches nicht so sehr brennt (gut für Kinder geeignet).

Für Bauchweh: Wärmeflasche oder Kirschkernkissen; Kamille (möglichst lose aus der Apotheke) und Fencheltee

Für Erkältungen: Fieberthermometer, Fieberzäpfchen und/oder -saft (dem Alter/Gewicht entsprechend); Nasentropfen; Honig

Für gerötete Haut nach dem Sonnenbaden (kein Sonnenbrand!) oder rauher Haut kann ich Panthenol-Spray sehr empfehlen.

Das alles ist wirklich nur für die allererste Hilfe bei kleineren Unfällen oder den ersten Symptomen bei Husten, Schnupfen, Bauchschmerzen etc. gedacht. Bei länger anhaltenden oder schwereren Erkrankungen sollten Sie natürlich unbedingt zum Arzt gehen!

Omas Kochkiste

Reis

Rundkornreis kommt bei Oma in die Kochkiste

Für meine Familie koche ich relativ oft süße Speisen – als Hauptmahlzeit oder als Nachtisch. Milchreis gehört definitiv zu den Favoriten. Es ist ein einfaches Gericht, was warm oder kalt gegessen, sehr lecker ist, satt macht oder das Richtige für zwischendurch ist.

Benutzt man beim Milchreis kochen jedoch den „falschen Topf“ (nämlich genau den, bei dem öfter mal was anbrennt), oder ist man für ein paar Minuten nicht bei der Sache, weil man mal wieder zwischendurch noch etwas ganz schnell erledigen muss, dann kann es passieren, dass der Milchreis  anbrennt – und zwar richtig. Damit ist das Mittagessen hin, den Topf möchte man am liebsten auch gleich wegschmeißen, in der Küche riecht es nicht gut und die ersten hungrigen Mäuler fragen, wann denn das Essen fertig ist.

Meine Oma hat den Milchreis immer in der Kochkiste „gekocht“ oder richtigerweise: den Reis quellen lassen. Hier brennt garantiert nichts an; es ist allerdings mehr Garzeit einzuplanen. Die Milch wird zunächst mit einer Prise Salz und ein wenig Zucker zum Kochen gebracht, dann wird wird der Milchreis (Rundkornreis) hinzugegeben und unter Rühren aufgekocht. Das sollte man 3 bis 5 Minuten durchstehen – ohne sich ablenken zu lassen. Zutaten: Man muss ca. 250 g Milchreis auf einen Liter Milch rechnen; Zucker nur sehr wenig – die Menge an Reis oder Milch kann man variieren. Für meine Familie muss ich die doppelte Menge kochen, um auch noch etwas für den nächsten Tag übrig zu haben.).
Der heiße Topf kommt jetzt in Omas Kochkiste – nämlich ins Bett: Legen Sie dafür ein dickeres Handtuch auf die Matratze, stellen darauf den Topf mit dem Deckel; über den Deckel noch ein weiteres Handtuch; darüber dann die Bettdecke; und darüber am besten noch eine Decke – also den Topf schön einpacken! Achten Sie bitte darauf, dass der Topf sicher steht – und informieren Sie alle Familienmitglieder, bevor sich noch jemand mit Schwung ins Bett wirft oder eine Kissenschlacht plant.

Ab und zu rühren Sie den Milchreis um und geben, falls notwendig, noch etwas heiße Milch dazu. Planen Sie auf jeden Fall genug Zeit ein. Zwischen 2 und 3 Stunden kann der Milchreis in der Kochkiste bleiben. Probieren Sie es einfach aus! Servieren Sie den Milchreis mit Zimt und Zucker oder auch Apfelmus (manchmal mag ich gern ein bisschen zerlassene, braune Butter dazu).

In der Kochkiste kann man übrigens auch Gemüse oder Kartoffeln noch lange warm halten. Einfach das fertig gegarte Gemüse oder die gekochten und abgegossenen Kartoffeln (im Topf) in die Kochkiste stellen – fertig. So brauchen Sie nichts in der Mikrowelle oder noch einmal auf dem Herd erwärmen. Sie sparen auf jeden Fall Energie, Zeit und sind ein wenig flexibler.

Flügelschläge im Februar – Zweiter Teil

hausgemachte Nudeln

Die Hühnersuppe ist natürlich ein Klassiker und dafür bekannt, dass sie das Wohlbefinden steigern und Kräfte in uns wecken kann. Nicht nur an nasskalten Tagen koche ich deshalb diese Suppe gern, sondern auch im Sommer, da sie sogar lauwarm ausgezeichnet schmeckt und gut verträglich ist.

Für „meine“ Hühnersuppe setze ich ein Hähnchen mit zwei Bund Suppengrün, zwei Zwiebeln, Lorbeerblatt und Pfefferkörnern auf, lasse dies ca. 30 – 40 Minuten köcheln und danach noch gut durchziehen. Ein Suppenhuhn würde die Brühe natürlich etwas kräftiger im Geschmack machen, aber ein Hähnchen hat mehr Fleisch und braucht nicht so lange, um gar zu werden. In die Brühe kommen jetzt reichlich Erbsen, Möhren, Spargel (am besten Tiefkühlkost: Leipziger Allerlei), eine Dose ganze Champignonköpfe (diese einmal durchschneiden); das Fleisch vom Hähnchen (mundgerechte Stücke); mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Beste kommt nun zum Schluss: Selbst gemachte Nudeln! Oh nein, dass macht überhaupt keine Arbeit, man braucht keine Nudelmaschine und Kinder beteiligen sich sehr gern an dieser Arbeit. Ich habe diese Nudeln, die ich ausschließlich für die Hühnersuppe nehme, sogar immer auf Vorrat.

Für den Nudelteig nehme ich: 100 g Mehl, 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 Esslöffel Öl. Alle Zutaten werden vermischt und sollten so lange mit der Hand geknetet werden, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Hier ist ein bisschen Ausdauer gefragt. Der fertige Nudelteig wird nun schön dünn ausgerollt und in ca. 3 bis 4 cm breite Streifen geschnitten. Sie sollten darauf achten, dass der Teig von oben und unten immer gut mit Mehl bestreut ist – aber nur gerade soviel, das ein Zusammenkleben der Teigstreifen verhindert wird. Zwei bis drei Streifen kann man jetzt übereinander legen und ca./max bis 3 mm dicke Nudeln abschneiden. Hat man das überschüssige Mehl von den Nudeln geschüttelt, können diese in die kochende Hühnersuppe, in der schon alle anderen Zutaten gar/fast gar sind. Beim Servieren der Suppe bzw. des Eintopfs noch frisch gehackte Petersilie dazu geben.

Nudeln, die man auf Vorrat herstellt, sollten zunächst ein paar Tage – gut ausgebreitet auf Backpapier – trocknen. Während dieser Zeit sollten Sie die Nudeln immer mal wieder durchmischen. Für das Trocknen muss das Mehl dafür nicht entfernt werden. Sind die Nudeln getrocknet, können sie in ein verschließbares Glas.  Weiterlesen

Zeitvertreib

Gestern war Sonntag und mein Mann musste arbeiten. Eigentlich wollte ich mit unserer Tochter (zwei Jahre) auf den Karnevalsumzug. Doch ihr verlängerter Mittagsschlaf und meine akute Unlust auf das eisige Wetter durchkreuzten meine Pläne. So saß ich mit meiner Tochter in ihrem Zimmer, und fragte mich, mit was wir uns den Nachmittag vertreiben könnten. Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so.  Gerade am Wochenende habe ich immer das Gefühl, dass ich meinem Kind etwas Besonderes oder zumindest etwas nicht Alltägliches bieten muss – einen Ausflug, ein Zusammentreffen mit anderen Kindern, ein neues Spiel oder etwas vergleichbares. Ist wahrscheinlich quatsch, weil Kinder sich ja in der Regel selbst eine befriedigende Beschäftigung suchen, in die sie dann nach Bedarf die Erwachsenen mit einbinden. Na ja, auf jeden Fall war ich mal wieder am überlegen, was wir denn anderes bzw. neues tun könnten. Meine Tochter spielte währenddessen mit einem kleinen Spielzeugauto und als ich sie so beobachtete, dachte ich, jetzt wäre doch so ein Teppich, auf dem Straßen und Verkehrschilder etc. abgebildet sind, ganz schön.

Prinz und Prinzessin beim Pausieren im Park

Und dann kam mir die Idee: Wir entwerfen selbst eine Straßen-, Fluss- und Parklandschaft auf dem Boden des Kinderzimmers. Als erstes fiel mir das Kreppband ein. Damit kann man gut Straßen und Flüsse kleben und bemalen (zumindest auf einem glatten Untergrund) und das Band lässt sich dann später wieder leicht vom Boden entfernen. Auch Ampeln und Verkehrsschilder habe ich auf das Kreppband gemalt und an Kreuzungen geklebt. Für die Park- und Spielplatzflächen haben wir Papier zurechtgeschnitten, auch auf den Boden geklebt und bemalt. Wenn man kein Schiff hat, kann man aus Papier noch Schiffchen basteln. Brücken, Häuser lassen sich einfach mit Bauklötzen aufbauen. Eine Rutsche für den Spielplatz lässt sich z. B. einfach aus einer Hälfte eines Innenlebens einer Küchenrolle herstellen. Die Szenerie wird dann noch schön mit allerlei Kleinkram ausstaffiert: kleine Männlein, Tiere, Bäume, Pflanzen – was sich im Kinderhaushalt eben so vorfindet. Der Phantasie ist keinerlei Grenze gesetzt. Weiterlesen

Flügelschläge im Februar – Erster Teil

Heringsdorfer Entenschnabel

Der Antrieb fehlt. Die Tage werden zwar schon länger und auch die Amseln geben sich am frühen Morgen redlich Mühe mit ihrem kleinen Konzert. Aber im Februar ist eben der Winter immer noch präsent und die Wartezeit bis zum Frühling kommt einem jetzt unendlich lang vor. Jedes Jahr um diese Zeit empfinde ich diese Ungeduld und frage mich, wie halte ich das bloß noch aus, bis sich die „Märzensonne“ zeigt und ich ihre wohltuende Wärme genießen kann? Bis dahin muss man sich irgendwie selbst Freude, Licht und Wärme schaffen. OK, dass ist schon mal ein guter Vorsatz. Aber kriegt man das jetzt mit erhöhtem Schokoladenkonsum, einem Grünkohlkuchen, Glühwein o.ä. hin? Nee. Energie kommt jetzt aus Dingen, die man den ganzen Winter lang nicht gemacht oder gesehen hat oder auch aus einem Kurzurlaub. Und genau das habe ich in den letzten Tagen und Wochen ausprobiert und habe mir tatsächlich damit ein paar seelige Momente geschaffen.

Hier nun der erste Tipp: Im Winter kann man z.B. in Heringsdorf – auf der Insel Usedom – zu wirklich günstigen Preisen ein paar Tage verbringen. So verbrachte ich mit meiner Familie vier unendlich lange Tage in einem Hotel am verschneiten und vereisten Ostsee-Strand. Wir hatten ein Appartment mit Schlaf-, Kinder-, Wohnzimmer, Küche und Bad mit Whirlpool-Badewanne. Wir verzichteten auf das Hotelfrühstück – dafür durften die Kinder in der selbstgebauten „Bude“ frühstücken. Im Übernachtungspreis war der tägliche Aufenthalt in der hoteleigenen Wellness-Oase inbegriffen. Das heißt: 15 m Schwimmbecken; extrem erholsame Saunen; wenn man wollte: Fitness, Massagen, Kosmetik usw. Was waren das für Tage! Vormittags 2 bis 3 Stunden am Strand spazieren, Enten und Möwen füttern; Mittagessen; umziehen und rein ins warme Bad oder ins 65 Grad warme Laconium. Die Kinder hatten schon am frühen Abend Schlafbäckchen, wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen habe. Und ich bin auch sehr stolz auf mich, dass ich dieses Mal nicht verzichtet habe und mir sogar etwas für meine Schönheit geleistet habe. Ich glaube, dass wird zur Tradition: Ostsee im Februar!

Im zweiten Teil gibt es ein Rezept und einen Tipp für Schokoladengenuss ganz ohne Reue.