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Chouquettes zum Selbermachen

Leckeres Gebäck für Zwischendurch

Diese leckeren Mini-Windbeutel gehören in jede gute französische Provinz- oder Kiez-Bäckerei und werden an der Ladentheke neben frischen Crêpes und Madeleines von überaus netten Verkäuferinnen präsentiert. Chouquettes sind besonders beliebt bei Kindern und Jugendlichen,  aber auch Erwachsene können ihnen kaum widerstehen.

Normalerweise wird das kleine Gebäck mit groben Zucker bestreut – ich habe hier zur Abwechslung einfach Puderzucker genommen. Das Rezept ist denkbar einfach und Ihre Kinder werden mit Sicherheit viel Spaß daran haben. Außerdem lässt sich mit dem Ergebnis oft ziemlich Eindruck schinden!

Sie brauchen für 4-5 Personen:

25 cl Wasser
80 g Butter
1 Esslöffel Zucker
1/2 Teelöffel Salz
3 Eier
125 g Mehl
groben Zucker oder Puderzucker zum Bestreuen

Heizen Sie den Ofen auf 200° C vor. Geben Sie Butter, Wasser, Zucker und Salz in einen kleinen Kochtopf mit dickem Boden. Erhitzen Sie die Mischung, bis alles vermischt und geschmolzen ist und die ersten Blasen entstehen. Stellen Sie dann die Temperatur auf kleine Flamme herunter.

Geben Sie jetzt das gesamte Mehl hinzu und rühren Sie kräftig mit einem Holzlöffel, bis sich eine elastische Teigkugel ergibt, die sich leicht von den Rändern des Topfes ablöst.

Jetzt kommen die Eier. Nehmen Sie den Topf vom Feuer und geben Sie jedes Ei einzeln hinzu. Rühren Sie dabei beständig weiter, bis alle Eier gut vom Teig aufgenommen wurden. Der Teig muss zugleich fest und geschmeidig sein. Formen Sie nun daraus kleine Kugeln, die Sie anschließend auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen. Einfacher geht es, wenn Sie zum Formen der Kugeln zwei Löffel verwenden. Achten Sie darauf, ausreichend Abstand zwischen den Kugeln zu lassen, da sie beim Backen stark aufgehen.

Das Ganze muss jetzt 15 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Ofen. Danach reduzieren Sie die Temperatur auf 175°C und lassen die Chouquette noch einmal 10-15 Minuten backen, je nachdem, ob Sie sie hell oder kräftig goldbraun mögen. Mit diesem letzten Schritt soll auch verhindert werden, dass die Chouquettes zusammenfallen, wenn sie aus dem Ofen kommen. Sobald sie das Gebäck herausgenommen haben, bestreuen Sie es nur noch mit dem Zucker – und fertig!

Klasse Weißwein im Frühling

Wein auf dem Balkon

Wein auf dem Balkon

Endlich die ersten Frühlingstemperaturen und der Flieder blüht und duftet! Der richtige Zeitpunkt, die Gartenmöbel herauszuholen und ein paar Stunden auf dem Balkon zu genießen. Und was passt zu dieser angenehm milden Stimmung? Ein gutes Glas leicht gekühlter Weißwein.

Meine Entdeckung der letzten Jahre ist der Savennières – ein AOC-Wein der Rebsorte Chenin Blanc, der südlich von Angers an der Loire
auf Schieferböden angebaut wird. Ich will mich hier gar nicht an einer Beschreibung versuchen, das macht die Dachorganisation der Loireweine, Val de Loire, viel besser:

“ Intensive goldgelbe Farbe mit grünem Schimmer, die sich mit der Zeit in antikgold mit bernsteinfarbenem Schimmer verwandelt. (…) Aromen von Lindenblüten, Anis, Pampelmuse, Birne, Honig und Quittenbrot. Von einer starken Mineralität geprägt entwickelt das Bukett mit der Zeit Noten von Nuss, milden Gewürzen und kandierten Früchten…“.

Der Wein passt hervorragend zu Ziegenkäse, Schalentieren, Fisch mit Frühlingsgemüse oder zu Spargel!

Hier zwei bekannte Weingüter für diejenigen, die einen Abstecher ins Loiretal machen möchten:

Ich hoffe, Ihnen schmeckt der Wein auch so gut wie mir!

Tarte Tatin

Tarte Tatin

Mit der Tarte Tatin verbinde ich meine ersten schönen Erinnerungen an Frankreich. Ich habe diese Tarte bei einer Sprachenreise im Anjou gegessen und fand den Apfelkuchen unglaublich lecker. Und das, obwohl er zum Dessert nach einem schon recht üppigen 2-Gänge-Menü gereicht wurde.

Kuchen wird übrigens in Frankreich generell eher als Nachtisch gegessen. Eine richtige Kaffeezeit – so wie bei uns – ist  hier eher nicht üblich. Allerdings gehört zu den nostalgischen Kindheitserinnerungen der meisten Franzosen „Le Goûter am Nachmittag: einer Kakao-Pause für die Kleinen,  zu der es Brioche, Nutellaschnitten, Marmeladenbrote und zuweilen sogar Crêpes.

Die Tarte Tatin ist ein traditioneller Apfelkuchen mit einer Karamellschicht, der kopfüber gebacken und dann gestürzt wird. In einigen Regionen wird dieser Kuchen lauwarm mit etwas Crème fraîche serviert. Mehr zur Entstehungsgeschichte könnt Ihr im Blog Kaffeeklatsch nachlesen.

Es gibt ganz verschiedene Rezepte zur Tarte Tatin. Dieses hier habe ich von Freunden:

Zutaten

250 g Mürbeteig (Zubereitung s. unten)
800 g säuerliche Äpfel
50 g feinen Zucker
20 g Butter für die Äpfel und etwas Butter für die Form
Für den Karamell: 40 g gesalzene, zimmerwarme Butterstücken
Etwas Essig

Den Ofen auf 240°C vorheizen. Die Äpfel schälen, vierteln und das Gehäuse entfernen und dann in große Stücke schneiden. Für den Karamell: 50 g Zucker mit 2-3 Esslöffeln Wasser in einem kleinen Topf langsam zum Schmelzen bringen.

Sobald sich das Karamell gold-braun färbt, wenige Tropfen Essig und 40 g Butter hinzugeben. Den Topf vom Herd nehmen, den Karamell gut verrühren und anschließend in eine gefettete Tarte-Form mit hohem Rand gießen. Weiterlesen