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Wie ich den Koriander entdeckt habe

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Der erste Teil der Ernte

Schon im letzten Jahr habe ich Koriander im Garten ausgesät, mit der naiven Vorstellung, den ganzen Sommer hindurch büschelweise Koriander-Blätter zu ernten und ganz frisch in der Küche zu verwenden. Zahlreiche Fernseh-Köche machten das vor und verarbeiteten das frische Kraut. Da konnte ich doch nicht hinter her sein! Aber leider habe ich das Projekt „Koriander aus dem eigenen Garten“ vergeigt – aus Unerfahrenheit.

In diesem Jahr nun der zweite Versuch: Diesmal habe ich den Koriander an einen prall-sonnigen Ort ausgesät. Blätter gab es mal wieder nur sehr spärlich, die Pflanzen blieben klein – aber: Der Koriandersamen! Leute, das hat sich gelohnt!

Die Samen sind erst grün und werden langsam braun; dann sollte man auch ernten! Allerdings muss man die Pflanzen immer mal wieder auf den Reifegrad der Samen kontrollieren. Ansonsten fällt der Samen einfach ab und das war’s dann. Wenn man nun die halb-fertigen Samen (also fast braun) samt der Pflanze erntet und dann auf einer Zeitung zum Trocknen an einen warmen, sonnigen Ort legt, dann reifen die Samen wunderbar nach. Und noch ganz wichtig für die Koriander-Liebhaber: Ein herrlicher Duft breitet sich aus.

Ich habe Koriander-Körner tatsächlich in diesem Jahr zum ersten Mal in der Küche verwendet (bisher immer nur das Pulver): in einem Rhabarber-Chili-Feigen-Koriander-Kardamom-usw.-Chutney. Fantastisch! Das Koriander-Pulver habe ich natürlich sofort aus der Küche verbannt.

Für die Grill-Abende habe ich noch die folgende Empfehlung: Geflügelfleisch (Hühnchen- oder Putenbrust) ca. eine Stunde (am besten noch länger) in einer Marinade aus Zitronensaft, Kräutersalz, Honig oder Dicksaft und ein paar Korianderkörner einlegen. Die Korianderkörner werden vorher in einem Mörser leicht angedrückt.

Über die medizinische Verwendung, die Wirkstoffe, Verwendung in der Küche sind natürlich das World Wide Web oder auch mal ein handfestes Buch die richtigen Adressen.

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Kleine Obstbäume ganz groß

Zwerobstbaum in Blüte

Vielversprechende Blüte

Mein Traum: ‚Ein eigenes Stück Land, bestehend aus einem Gemüsegarten und einer riesigen Wiese mit vielen wilden Blumen und ganz vielen Obstbäumen – alle Bäume hintereinander gereiht; alte Sorten, gut verschnitten, reich tragend. An warmen Frühlingstagen wird ein großer Tisch zwischen zwei Apfelbäume gestellt, darauf kommt Ur-Omas altes Leinen-Tischtuch, wild durcheinander gewürfeltes Geschirr und Familie, Freunde, Nachbarn kommen auf eine gemütliche Kaffeerunde vorbei.‘

Wer sich diesen Traum erfüllen kann, ist wirklich zu beneiden. Naja, und wenn nicht, dann muss man sich eben sein Paradies auf 2 oder 20 oder vielleicht auch auf 200 m² schaffen. Ich habe das Glück, einen kleinen Garten zu haben; allerdings reicht der auch nicht für die große Obstbaum-Gala. Was also tun, bei wenig Platz für möglichst viel Obst?

Ich hatte schon irgendwann einmal von Spalierbäumen gehört und mir gedacht, dass das die Lösung für mein Platzproblem ist. Auf der Suche nach Baumschulen oder Online-Versandanbietern bin ich auf eine ganz wunderbare Internetadresse  gestoßen und habe dort eine echte Großbestellung ausgelöst. Und ich wurde nicht enttäuscht: Alte Obstsorten, Zwergobstbäume, Wildobst, Mehrsortenbäume und seltenes wie den Maulbeer- oder Quittenbaum; Pflanzzeit-Infos und Hinweise zu Befruchter-Sorten inklusive. Und ganz passend: Es ist ein Anbieter aus dem traditionellen Obstanbau-Land Schleswig Holstein.

Ende April/Anfang Mai habe ich meine neuen Bäume gepflanzt: Sechs Zwergobstbäume und zwei Blaubeersträucher. Die gelieferten Bäume und Sträucher sahen sehr gesund, robust und gepflegt aus. Gut einen Monat später hängen jetzt die ersten kleinen Äpfel dran – damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Was für ein Glück! Als ob ich träumen würde…