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Die zarteste Versuchung seit es Zucchini Puffer gibt…

Mücver

Am liebsten sind mir Gerichte, die nur aus drei bis vier Zutaten bestehen und die innerhalb einer halben Stunde zubereitet sind. Ich finde das nicht nur bequem – meistens schmecken mir diese Speisen auch am besten. Nichts daran ist überladen und der Geschmack der einzelnen Zutaten kommt voll zur Geltung.

Die Zucchini Puffer meiner türkischen Oma sind solche schlichte und unkomplizierte Geschmackswunder. Mücver, wie diese Puffer auf Türkisch heißen, isst man in der Türkei als Vorspeise. Viele kennen die Küchlein wahrscheinlich aus dem türkischen Imbiss oder Feinkostladen. Ich muss sagen, dass mir die in der Regel nicht besonders schmecken. Häufig sind sie trocken, da zu viel Mehl verwendet wurde oder es sind Zutaten drin, die meiner Meinung nicht rein gehören. Auch die zahlreichen Rezepte im Internet entsprechen nicht der Machart, wie ich sie kenne.

Hier kommt nun also das Rezept für Mücver, so wie ich sie liebe. Ach ja, die meisten Kinder essen diese Küchlein sehr gerne! Meine zweieinhalbjährige Tochter verdrückt Massen davon… Weiterlesen

Das ganze Jahr: Frische Petersilie

Appetitanregend: Frische Petersilie

Ich verwende beim Kochen sehr gerne frische Kräuter. Das Gericht bekommt zum einen die richtige Würze bzw. einen feinen Geschmack, und peppt auch noch optisch jedes Essen auf.

Die gebräuchlichsten Kräuter – wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum – gibt es im Bund oder auch im Topf meist das ganze Jahr auf dem Wochen- oder im Supermarkt zu kaufen. Im Winter ist die Auswahl ein bisschen eingeschränkt und man muss etwas mehr Geld ausgeben.

Um Petersilie im Winter immer „frisch“ vorrätig zu haben, kaufe ich mir im Herbst auf dem Bauernmarkt einige Bunde frische, deutsche Blattpetersilie. Die Petersilie ist intensiv im Geschmack und lässt sich gut weiterverarbeiten.

Petersilie einfach gründlich waschen, dann das Wasser von der Petersilie gut abschlagen bzw. einfach nur lange genug abtropfen lassen. Die Blätter abzupfen und diese dann im (elektr.) Küchenhäcksler klein hacken. Die fein gehackte Petersilie kommt in ein Plastikdose und dann ins Tiefkühlfach. Bei Bedarf nehmen Sie dann einfach von der eingefrorenen Petersilie etwas ab (mit einem Löffel „abkratzen“).

Ich kann nicht sagen, welchen Vitamin- oder Mineralstoffgehalt die eingefrorene Petersilie durch das Einfrieren noch hat. Auf alle Fälle – und das ist mir am wichtigsten – bringt die eingefrorene Petersilie noch ganz viel Geschmack, grüne Farbakzente und frisches Aussehen für den Eintopf, den Salat usw.

Ach ja, wenn Sie schon beim Hacken der Petersilie sind, dann belohnen Sie sich doch damit: Eine Scheibe frisches, herzhaftes Brot, gute Butter darauf und dick mit frisch gehackter Petersilie belegen, Brot zuklappen – guten Appetit!

Ganz (einfach und) lecker: Quiche

Zweierlei Quiche

Geht es Ihnen auch häufig so, dass Sie für das Kindergarten-/Klassen- oder Familienfest „irgendetwas“ zum Essen mitbringen sollen? Neben Nudel- und Kartoffelsalat, Frikadellen, Obst- und Gemüseteller möchte man doch eigentlich ein bisschen mehr Abwechslung auf dem Bufett. Eine Quiche ist da eine willkommene Abwechslung. Sie macht kaum Arbeit, kann warm oder kalt gegessen werden und ist mit wenigen aber frischen Zutaten eine echte Köstlichkeit.

Ich möchte Ihnen heute das Rezept meiner Lieblings-Quiche und einer ganz eigenen Kreation vorstellen, die mal wieder zum Ziel hatte, Reste zu verwerten.
Nicht ganz klassisch – aber für den Boden greife ich immer auf fertigen Blätterteig zurück. Das spart Zeit und schmeckt auch sehr gut.

Kräuter-Quiche
1 Paket TK Blätterteig (es wird aber nicht alles gebraucht)

1 Packung Kräuter-Frischkäse
150 g Becher Creme fraiche
3 Eier

1 Bund Lauchzwiebeln/Schluppen
je 1 Bund verschiedene Kräuter: Schnittlauch, Dill, Petersilie
1 Kästchen Kresse

Salz und Pfeffer
Sonnenblumenkerne

  1. Blätterteigplatten nebeneinander legen und auftauen lassen(dauert nicht lange).
  2. Frischkäse, Creme fraiche und die Eier verrühren.
  3. Den gewaschenen Lauch in feine Ringe schneiden; alle Kräuter fein schneiden/hacken und unter die Masse rühren.
  4. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
  5. Ein Springform mit Backpapier auslegen und den Blätterteig darauf legen.
  6. Die Kräuter-Käse-Eier-Masse darauf geben und ein paar Sonnenblumenkerne darüber streuen. Die überstehenden Ränder des Blätterteigs über die Füllung legen (sollte nur ein schmaler Rand sein).
  7. Ab in den Ofen und bei 200 Grad ungefähr 25 bis 30 Minuten backen.

Spinat-Tomaten-Quiche
1 Paket TK Blätterteig (es wird aber nicht alles gebraucht)

1 Packung Frischkäse
150 g Becher Creme fraiche
3 Eier

1 Zwiebel
eine halbe Packung TK Blattspinat
je nach Bedarf 4 bis 6 mittelgroße Tomaten
frische Kräuter (wenn vorhanden)

Salz und Pfeffer
geriebene Muskatnuss
etwas Zitronensaft
Pinienkerne oder Mandelblättchen

  1. Blätterteigplatten nebeneinander legen und auftauen lassen(dauert nicht lange).
  2. Frischkäse, Creme fraiche und Eier verrühren.
  3. Spinat und feine Zwiebelwürfel in einem Topf/in einer Pfanne in etwas Butter dünsten, bis der Spinat aufgetaut ist. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Kurz abkühlen lassen.
  4. Den Spinat mit der Käse-Eier-Masse vermischen und noch einmal kräftig abschmekcen. Wenn noch Kräuter in der Küche zu finden sind, dann diese fein hacken und ebenfalls zu der Masse geben.
  5. Ein Springform mit Backpapier auslegen und den Blätterteig darauf legen.
  6. Die Tomaten halbieren und auf dem Teig verteilen. Die Spinat-Käse-Eier-Masse darüber geben. Ein paar Pinienkerne oder Mandelblättchen darüber streuen und die überstehenden Ränder des Blätterteigs über die Füllung legen (sollte nur ein schmaler Rand sein).
  7. Ab in den Ofen und bei 200 Grad ungefähr 25 bis 30 Minuten backen.