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Flügelschläge im Februar – Erster Teil

Heringsdorfer Entenschnabel

Der Antrieb fehlt. Die Tage werden zwar schon länger und auch die Amseln geben sich am frühen Morgen redlich Mühe mit ihrem kleinen Konzert. Aber im Februar ist eben der Winter immer noch präsent und die Wartezeit bis zum Frühling kommt einem jetzt unendlich lang vor. Jedes Jahr um diese Zeit empfinde ich diese Ungeduld und frage mich, wie halte ich das bloß noch aus, bis sich die „Märzensonne“ zeigt und ich ihre wohltuende Wärme genießen kann? Bis dahin muss man sich irgendwie selbst Freude, Licht und Wärme schaffen. OK, dass ist schon mal ein guter Vorsatz. Aber kriegt man das jetzt mit erhöhtem Schokoladenkonsum, einem Grünkohlkuchen, Glühwein o.ä. hin? Nee. Energie kommt jetzt aus Dingen, die man den ganzen Winter lang nicht gemacht oder gesehen hat oder auch aus einem Kurzurlaub. Und genau das habe ich in den letzten Tagen und Wochen ausprobiert und habe mir tatsächlich damit ein paar seelige Momente geschaffen.

Hier nun der erste Tipp: Im Winter kann man z.B. in Heringsdorf – auf der Insel Usedom – zu wirklich günstigen Preisen ein paar Tage verbringen. So verbrachte ich mit meiner Familie vier unendlich lange Tage in einem Hotel am verschneiten und vereisten Ostsee-Strand. Wir hatten ein Appartment mit Schlaf-, Kinder-, Wohnzimmer, Küche und Bad mit Whirlpool-Badewanne. Wir verzichteten auf das Hotelfrühstück – dafür durften die Kinder in der selbstgebauten „Bude“ frühstücken. Im Übernachtungspreis war der tägliche Aufenthalt in der hoteleigenen Wellness-Oase inbegriffen. Das heißt: 15 m Schwimmbecken; extrem erholsame Saunen; wenn man wollte: Fitness, Massagen, Kosmetik usw. Was waren das für Tage! Vormittags 2 bis 3 Stunden am Strand spazieren, Enten und Möwen füttern; Mittagessen; umziehen und rein ins warme Bad oder ins 65 Grad warme Laconium. Die Kinder hatten schon am frühen Abend Schlafbäckchen, wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen habe. Und ich bin auch sehr stolz auf mich, dass ich dieses Mal nicht verzichtet habe und mir sogar etwas für meine Schönheit geleistet habe. Ich glaube, dass wird zur Tradition: Ostsee im Februar!

Im zweiten Teil gibt es ein Rezept und einen Tipp für Schokoladengenuss ganz ohne Reue.

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