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Süßes oder Saures

Eine schlichte aber ergreifende Kürbissuppe

Was fällt Ihnen bei „Süßes oder Saures!“ ein?    –   31. Oktober, Halloween und als Monster verkleidete, nach Süßigkeiten schreiende Kinder. Genau. Noch mehr? Vielleicht Kürbis? Ja richtig, das ist das Gemüse, dass entweder süß oder sauer schmecken kann. Nach meinen Erfahrungen lässt sich aus dem Kürbis wirklich nicht mehr herausholen. Und was gibt es nicht jedes Jahr für Rezeptideen! Mal ehrlich: Am Ende kocht man doch wieder die klassische Kürbissuppe oder wer es mag, Kürbis süßsauer. Ich finde, dass ist OK. Eine hervorragend abgeschmeckte Kürbissuppe kann ausgezeichnet schmecken, macht unglaublich satt und bei ungemütlichem Wetter einfach genau das Richtige zum Aufwärmen.

Bei der Kürbissuppe kann man nicht viel falsch machen, trotzdem sollte man sich für die Zubereitung auch hier Zeit lassen und dem Kürbis das Gefühl geben, dass er aus der Küche einfach nicht wegzudenken ist. Meine Mutter hat uns vor kurzem eine grandiose Kürbissuppe gekocht. Die außergewöhnlichste Zutat war der Orangensaft, der aber für ein neues Geschmackserlebnis gesorgt hat. Und hier nun ihre Worte und ihr Rezept:
„Ich mache am liebsten Kürbissuppe oder ich koche ihn süßsauer ein.  Für die Suppe nehme ich den Hokkaido-, Muskat- oder den Butternut bzw. von allen Sorten etwas.
600 – 800 gr. Kürbis
1 x Suppengrün
2 Zehen Knoblauch
1 Zwiebel
Ingwerwurzel
3 mittlere Kartoffeln
2 x Schmand oder Crème fraîche
Gemüsebrühe
Orangensaft
Kürbisfruchtfleisch (Hokkaido  wird mit Schale verarbeitet, beim Butternut die Schale entfernen.) Das Suppengrün putzen und schälen, Kartoffeln, Zwiebeln und den Knoblauch auch. Alles in  kleinen Würfeln oder dünnen Scheiben schneiden. Manche reiben die Zutaten auch. Die klein geschnittenen  Teile von Kürbis- Kartoffeln- Möhren- Sellerie- Zwiebeln- Lauch- Knoblauch  im großen Topf in Olivenöl an schwenken. Mit Salz ein bisschen Pfeffer und Muskatnuss würzen. Nach ca. 10 Minuten mit Gemüsebrühe auffüllen. Ingwerwurzel reiben, dazugeben und köcheln lassen bis es weich ist. Mit dem Mixstab alles schön pürieren und durch ein Sieb streichen. Jetzt abschmecken – Salz, etwas Zimt und Nelkenpulver würzen. Ein Teelöffel Tomatenmark – so brauche ich keinen Zucker. Noch einmal köcheln lassen und 2 Becher Schmand oder Crème fraîche unterrühren. Man kann jetzt mit Orangensaft abschmecken, bis die Suppe schön fruchtig schmeckt. Zusätzlich können Sie noch Orangen schälen,  filetieren und in Butter anschwenken. Das kommt dann zusammen mit Kürbisöl und -kernen beim Anrichten in die Suppe.“

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Flügelschläge im Februar – Zweiter Teil

hausgemachte Nudeln

Die Hühnersuppe ist natürlich ein Klassiker und dafür bekannt, dass sie das Wohlbefinden steigern und Kräfte in uns wecken kann. Nicht nur an nasskalten Tagen koche ich deshalb diese Suppe gern, sondern auch im Sommer, da sie sogar lauwarm ausgezeichnet schmeckt und gut verträglich ist.

Für „meine“ Hühnersuppe setze ich ein Hähnchen mit zwei Bund Suppengrün, zwei Zwiebeln, Lorbeerblatt und Pfefferkörnern auf, lasse dies ca. 30 – 40 Minuten köcheln und danach noch gut durchziehen. Ein Suppenhuhn würde die Brühe natürlich etwas kräftiger im Geschmack machen, aber ein Hähnchen hat mehr Fleisch und braucht nicht so lange, um gar zu werden. In die Brühe kommen jetzt reichlich Erbsen, Möhren, Spargel (am besten Tiefkühlkost: Leipziger Allerlei), eine Dose ganze Champignonköpfe (diese einmal durchschneiden); das Fleisch vom Hähnchen (mundgerechte Stücke); mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Beste kommt nun zum Schluss: Selbst gemachte Nudeln! Oh nein, dass macht überhaupt keine Arbeit, man braucht keine Nudelmaschine und Kinder beteiligen sich sehr gern an dieser Arbeit. Ich habe diese Nudeln, die ich ausschließlich für die Hühnersuppe nehme, sogar immer auf Vorrat.

Für den Nudelteig nehme ich: 100 g Mehl, 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 Esslöffel Öl. Alle Zutaten werden vermischt und sollten so lange mit der Hand geknetet werden, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Hier ist ein bisschen Ausdauer gefragt. Der fertige Nudelteig wird nun schön dünn ausgerollt und in ca. 3 bis 4 cm breite Streifen geschnitten. Sie sollten darauf achten, dass der Teig von oben und unten immer gut mit Mehl bestreut ist – aber nur gerade soviel, das ein Zusammenkleben der Teigstreifen verhindert wird. Zwei bis drei Streifen kann man jetzt übereinander legen und ca./max bis 3 mm dicke Nudeln abschneiden. Hat man das überschüssige Mehl von den Nudeln geschüttelt, können diese in die kochende Hühnersuppe, in der schon alle anderen Zutaten gar/fast gar sind. Beim Servieren der Suppe bzw. des Eintopfs noch frisch gehackte Petersilie dazu geben.

Nudeln, die man auf Vorrat herstellt, sollten zunächst ein paar Tage – gut ausgebreitet auf Backpapier – trocknen. Während dieser Zeit sollten Sie die Nudeln immer mal wieder durchmischen. Für das Trocknen muss das Mehl dafür nicht entfernt werden. Sind die Nudeln getrocknet, können sie in ein verschließbares Glas.  Weiterlesen

Was Warmes für den Winter: französische Gemüsebouillon

Diese fast unscheinbare Bouillon ist unschlagbar für die kalten, endlosen Wintermonate und hat mich vor allem durch seine überraschend kräftigen und vielfältigen Aromen begeistert.

Ich habe das Rezept der Bouillon von den Eltern meiner französischen Freundin und ich muss sagen, dass ich beim ersten Anblick der wenig spektakulären Suppe dachte: „na toll, wie langweilig“. Aber nach dem ersten Löffel war ich überzeugt!

Frisch muss es sein

Perfekt ist natürlich, wenn man die Zutaten im eigenen Gemüsegarten anbauen kann – aber da nur die wenigsten diese Möglichkeit haben, reicht es natürlich, wenn Ihr das Gemüse auf dem Markt kauft. Wir haben es uns zum Beispiel zur Gewohnheit gemacht, samstags auf den Wochenmarkt zu gehen. Dort meiden wir die Stände, die ihre Ware auf dem Großmarkt kaufen und zu jeder Jahreszeit einfach alles anbieten. Stattdessen gehen wir direkt zu den Ständen der Obst- und Gemüsebauern aus dem Umland, die in der Regel nur saisonale Gemüsesorten haben. Dafür schmeckt das Gemüse meist besser und es ist fast so, als käme es direkt aus dem eigenen Garten. Für mich ist übrigens das Einkaufen auf dem Markt mindestens genauso wichtig wie das spätere Zubereiten der Zutaten.

Tipp: Wenn Ihr euch das Leben leicht machen wollt, kauft euch für den Markt den guten alten Einkaufstrolley – Hier in Frankreich ist die Einkaufstasche auf Rädern inzwischen zum Trend geworden und es gibt neben den üblichen karierten Modellen auch Trolleys im moderneren Design. Die beste Gelegenheit, zum Trendsetter zu werden!

Es geht los

Kommen wir zur Bouillon. Im Grunde könnt Ihr selbst entscheiden, welche Gemüsesorten Ihr nehmen wollt, und eurer Phantasie dabei freien Lauf lassen. Ich halte mich hier erst einmal an das Rezept von Geneviève … Weiterlesen