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Die zarteste Versuchung seit es Zucchini Puffer gibt…

Mücver

Am liebsten sind mir Gerichte, die nur aus drei bis vier Zutaten bestehen und die innerhalb einer halben Stunde zubereitet sind. Ich finde das nicht nur bequem – meistens schmecken mir diese Speisen auch am besten. Nichts daran ist überladen und der Geschmack der einzelnen Zutaten kommt voll zur Geltung.

Die Zucchini Puffer meiner türkischen Oma sind solche schlichte und unkomplizierte Geschmackswunder. Mücver, wie diese Puffer auf Türkisch heißen, isst man in der Türkei als Vorspeise. Viele kennen die Küchlein wahrscheinlich aus dem türkischen Imbiss oder Feinkostladen. Ich muss sagen, dass mir die in der Regel nicht besonders schmecken. Häufig sind sie trocken, da zu viel Mehl verwendet wurde oder es sind Zutaten drin, die meiner Meinung nicht rein gehören. Auch die zahlreichen Rezepte im Internet entsprechen nicht der Machart, wie ich sie kenne.

Hier kommt nun also das Rezept für Mücver, so wie ich sie liebe. Ach ja, die meisten Kinder essen diese Küchlein sehr gerne! Meine zweieinhalbjährige Tochter verdrückt Massen davon… Weiterlesen

Ganz (einfach und) lecker: Quiche

Zweierlei Quiche

Geht es Ihnen auch häufig so, dass Sie für das Kindergarten-/Klassen- oder Familienfest „irgendetwas“ zum Essen mitbringen sollen? Neben Nudel- und Kartoffelsalat, Frikadellen, Obst- und Gemüseteller möchte man doch eigentlich ein bisschen mehr Abwechslung auf dem Bufett. Eine Quiche ist da eine willkommene Abwechslung. Sie macht kaum Arbeit, kann warm oder kalt gegessen werden und ist mit wenigen aber frischen Zutaten eine echte Köstlichkeit.

Ich möchte Ihnen heute das Rezept meiner Lieblings-Quiche und einer ganz eigenen Kreation vorstellen, die mal wieder zum Ziel hatte, Reste zu verwerten.
Nicht ganz klassisch – aber für den Boden greife ich immer auf fertigen Blätterteig zurück. Das spart Zeit und schmeckt auch sehr gut.

Kräuter-Quiche
1 Paket TK Blätterteig (es wird aber nicht alles gebraucht)

1 Packung Kräuter-Frischkäse
150 g Becher Creme fraiche
3 Eier

1 Bund Lauchzwiebeln/Schluppen
je 1 Bund verschiedene Kräuter: Schnittlauch, Dill, Petersilie
1 Kästchen Kresse

Salz und Pfeffer
Sonnenblumenkerne

  1. Blätterteigplatten nebeneinander legen und auftauen lassen(dauert nicht lange).
  2. Frischkäse, Creme fraiche und die Eier verrühren.
  3. Den gewaschenen Lauch in feine Ringe schneiden; alle Kräuter fein schneiden/hacken und unter die Masse rühren.
  4. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
  5. Ein Springform mit Backpapier auslegen und den Blätterteig darauf legen.
  6. Die Kräuter-Käse-Eier-Masse darauf geben und ein paar Sonnenblumenkerne darüber streuen. Die überstehenden Ränder des Blätterteigs über die Füllung legen (sollte nur ein schmaler Rand sein).
  7. Ab in den Ofen und bei 200 Grad ungefähr 25 bis 30 Minuten backen.

Spinat-Tomaten-Quiche
1 Paket TK Blätterteig (es wird aber nicht alles gebraucht)

1 Packung Frischkäse
150 g Becher Creme fraiche
3 Eier

1 Zwiebel
eine halbe Packung TK Blattspinat
je nach Bedarf 4 bis 6 mittelgroße Tomaten
frische Kräuter (wenn vorhanden)

Salz und Pfeffer
geriebene Muskatnuss
etwas Zitronensaft
Pinienkerne oder Mandelblättchen

  1. Blätterteigplatten nebeneinander legen und auftauen lassen(dauert nicht lange).
  2. Frischkäse, Creme fraiche und Eier verrühren.
  3. Spinat und feine Zwiebelwürfel in einem Topf/in einer Pfanne in etwas Butter dünsten, bis der Spinat aufgetaut ist. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Kurz abkühlen lassen.
  4. Den Spinat mit der Käse-Eier-Masse vermischen und noch einmal kräftig abschmekcen. Wenn noch Kräuter in der Küche zu finden sind, dann diese fein hacken und ebenfalls zu der Masse geben.
  5. Ein Springform mit Backpapier auslegen und den Blätterteig darauf legen.
  6. Die Tomaten halbieren und auf dem Teig verteilen. Die Spinat-Käse-Eier-Masse darüber geben. Ein paar Pinienkerne oder Mandelblättchen darüber streuen und die überstehenden Ränder des Blätterteigs über die Füllung legen (sollte nur ein schmaler Rand sein).
  7. Ab in den Ofen und bei 200 Grad ungefähr 25 bis 30 Minuten backen.

Spargel -Am liebsten einfach zubereitet

Ein Hochgenuss: Weißer Spargel

Wie jedes Jahr freue ich mich auf die Spargel-Saison und hoffe auf akzeptable Kilo-Preise. Und ich muss zugeben, dass ich beim Spargel wirklich traditionell eingestellt bin und nur drei Gerichte mag: Weißer Spargel gekocht, dazu Butter & Semmelbrösel; und bleibt davon etwas übrig, mache ich eine Spargelsuppe oder Spargelsalat. Selbst die Suppe und der Salat enthalten neben den „Hilfsmitteln“ wie Gewürzen, Kräuter, Butter; oder Öl und Essig nur Spargel – nichts weiter. Schließlich ist die Saison kurz und ich will den puren Genuss.

Meine Großeltern hatten in ihrem Garten Platz für ein paar ziemlich ertragreiche Spargelreihen. Der geerntete Spargel wurde oft nicht am selben Tag gegessen. Spargel war schließlich ein Sonntagsgemüse oder wurde an Bekannte verschenkt, die keinen Spargel kaufen konnten. In der recht kühlen Speisekammer wurde der Spargel ungeschält in ein feuchtes Baumwolltuch eingewickelt und darüber ein trockenes Tuch. So konnte er ein paar Tage lang gelagert werden, ohne dass er austrocknete oder dass die Enden anfingen zu schimmeln. Natürlich musste man den Spargel jeden Tag kontrollieren und auch das Tuch ggf. wieder befeuchten. Und so lagere ich frischen Spargel auch heute noch.

Für die Suppe nehme ich entweder das Spargelwasser oder ich koche die Spargelschalen aus. Dafür muss der Spargel allerdings wirklich von hoher Qualität und aus deutschen Landen sein; dafür erhält man aber eine sehr aromatische Suppe.

Unwiderstehlicher türkischer Spinat-Auflauf (Ispanaklı Tepsi Böreği)

Ich liebe dieses Gericht von ganzem Herzen. Es ist so pur, so schlicht. Außen zart knusprig, leicht buttrig; innen weich, voll und saftig. Dieses Spinatbörek – so nennen wir es Zuhause – zergeht auf der Zunge und liegt wohltuend leicht im Magen.

SpinatbörekAls ich dieses Wochenende Börek gebacken habe, kam mir der Gedanke, das Rezept in unserem Blog zu veröffentlichen. Es ist wie gesagt eins meiner liebsten Speisen, man braucht dazu nur wenige Zutaten, die man zudem auch noch gut vorrätig Zuhause haben kann und es dauert ca. eine halbe Stunde und das Börek ist fertig.

Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum ich mein geliebtes Börek mit Ihnen teilen möchte. In Deutschland ist Börek in vielen türkischen Imbissen erhältlich und fristet in der Regel ein trauriges Dasein in der gläsernen Imbisstheke – ich weiß nicht, wer diese meist trockenen, abgestandenen Teile kauft. Auf jeden Fall hat das „Imbiss Börek“ nichts mit dem Börek zu tun, wie ich es kenne und wie es in den Familien in der Türkei gegessen wird. Es gibt sehr viele Varianten von Börek – große Teigrollen, kleine Teigrollen oder aber lasagneartige Aufläufe, mit Fleisch, Gemüse oder Käse gefüllt, gebacken oder frittiert. Ich stelle Ihnen heute das Rezept meiner türkischen Großmutter vor. Meine Mutter hat es von ihr gelernt und ich wiederum von meiner Mutter.

Okay, es geht los.

Für drei bis vier Personen benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 1 Packung Yufka-Teigblätter Yufka-Teigblätter bestehen nur aus Mehl, Wasser und Salz und sind in allen türkischen Lebensmittelgeschäften zu erhalten. Eine Packung enthält in der Regel 3 Blätter. Das ist genau die richtige Menge für unser Börek. Man kann die Teigblätter natürlich aus selbst herstellen, das verlängert dann aber die Zubereitungszeit erheblich. Die fertigen Yufka-Teigblätter sind tadellos, mehrere Wochen im Kühlschrank haltbar, ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe.)
  • 1 Packung Tiefkühlspinat (450g) Sie können natürlich auch frischen Spinat verwenden. Dann benötigen Sie 1 kg frischen Spinat.
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • ½ Liter Milch
  • 150 g Butter
  • 3 mittelgroße Eier
  • Salz, Pfeffer

Als erstes sollten Sie die Yufka-Teigblätter aus der Folie befreien. Sie müssen vor Gebrauch fünf Minuten atmen. Dann schälen Sie die Zwiebeln und schneiden sie in feine Würfel. Geben Sie die Zwiebelwürfel in eine Pfanne mit dem Olivenöl und dünsten Sie sie bei mittlerer Hitze vier, fünf Minuten. Jetzt kommt der tiefgefrorene Spinat dazu. Dünsten Sie die Zwiebeln und den Spinat so lange, bis der Spinat aufgetaut und erwärmt ist. Dann salzen und pfeffern Sie das ganze nach Geschmack. Weiterlesen