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Trockene Haut im Winter

Weisses Gold im Bad

Eigentlich haben meine Kinder und ich eine sehr einfache und unkomplizierte Haut. Wäre da nicht der lange Winter hier in Deutschland. Die ständige trockene Heizungsluft, oder der trockene kalte Frostwind: der extreme Wechsel zwischen Warm und Kalt machen die Haut trocken, spröde und gereizt.
Das Gesicht sieht fleckig, fahl und eben einfach nicht so schön gesund aus. Es entwickeln sich sogar an einigen Stellen am Körper kleine trockene Stellen.

Meine Geheimwaffe ist mein weisses Gold – das Salz!
Hört sich erstmal komisch an, ist aber sehr effektiv!

Es muss kein teures Bade-Salz sein, sondern es genügt das handelsübliche Meersalz aus dem Discounter welches ich auch zum Kochen verwende. Meersalz ist weitestgehend naturbelassen und liefert somit noch viele Mineralien im Gegensatz zu dem einfachen Kochsalz.

Immer wenn die KInder baden, gibt es eine Extraportion Salz hinein. (Für eine 1/3 gefüllte 100l-Badewanne sind das ungefähr 150 g für ein Kinderbad.) Es kann ruhig so salzig wie Ostseewasser schmecken. Und die Haut ist nach dem Bad so schön weich und samtig, als wäre sie frisch gecremt. Das kann man auch schon bei den ganz kleinen Babies machen, wenn man nicht zuviel Salz nimmt. Es besteht dann auch nicht die Gefahr, dass es in den Augen brennt, denn unsere Tränenflüssigkeit ist auch leicht salzig und verträgt Salzwasser somit besser, als einfaches Leitungswasser. Einfach darauf achten dass die Haut immer wieder mit dem Salzwasser benetzt wird. Danach die Haut nur trocken Fönen oder lufttrocknen lassen, nicht abtrocknen! Man braucht dann keine Creme oder Lotion mehr, die die zarte Haut meist noch zusätzlich belastet.

Für mich selbst gibt’s das Hardcore-Programm. Im Badewasser werden 300g Meersalz aufgelöst. Ein wenig Salz auf den feuchten Händen verreiben und dann auf das feuchte Gesicht streichen und immer wieder nachfeuchten. Der Körper wird richtig mit Salz abgepeelt: Ein kleines Häufchen auf die feuchte Hand und dann die feuchte Haut einreiben – Dauer und Intensität, je nach Hautempfindlichkeit. Zusatzeffekt: Danach sind auch die Hände wunderbar weich.
Das hört sich jetzt unappetitlich an, aber liegt man nun mindestens eine halbe Stunde in solch einem Salzbad, wird man sehr erstaunt sein, wie grau und trübe das Badewasser wird. Daran erkennt man, wie sehr der Körper durch das Salz im Bad angeregt wird sich über die Haut zu entgiften und zu entschlacken.
In der Sauna potenziert sich die positive Wirkung des Salzes natürlich noch.

Aber auch hierfür benutze ich mein weisses Gold:

Die tägliche Katzenwäsche am Waschbecken für die Kinder.

Im Sommer, wenn die Haut tagsüber ständig mit LSF-Cremes eingerieben wird und all der Staub aus Luft und Sandkasten besonders gut festklebt, ist das tägliche kleine lauwarme Salzwasserbad am Abend die beste Hautbehandlung für die Kleinen.

Für die Mutigen: Wenn sich ein Schnupfen ankündigt, oder wenn morgens die Nase einfach nur trocken ist: einen halb vollen Becher lauwarmes Salzwasser in kleinen Schlückchen auf die hohle Hand gießen und immer wieder mit der Nase einsaugen. Keine Angst es ist nicht so unangenehm wie es sich anhört!

Steigerung: Wenn der Schnupfen schon da ist, bringt eine Nasendusche mit entsprechendem Gerät – gefüllt mit Salzwasser- morgens und abends große Heilerfolge!

Und auch für die Frostbeulen: Kalte Füsse in ein warmes Salzwasser-Fußbad stecken und schon wird der ganze Körper warm!


Weisses Gold im Bad
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Wie sauber wird die Wäsche mit Waschnüssen?

Indische Waschnüsse

Indische Waschnüsse

Vor einiger Zeit habe ich einen 1-kg-Baumwollsack mit Waschnüssen geschenkt bekommen. Ich hatte vorher noch nie davon gehört und dachte zuerst: Na klar – Katalogware aus „Die moderne Hausfrau“, aus der Rubrik „Dinge, die die Welt auf gar keinen Fall braucht“. Und so hielt sich meine Freude darüber in Grenzen. Der Sack landete im Vorratsschrank für Waschmittel & Co. Ich war mir ganz sicher, irgendwann probier‘ ich den Schmonz mal aus und dann schmeiß ich die Waschnüsse weg, denn es wird nicht funktionieren.

Ein paar Wochen gingen ins Land und als ich meine Wohndecken (was für ein schönes altmodisches Wort)  waschen wollte, erinnerte ich mich an meinen Öko-Sack mit den Waschnüssen aus Afrika, Asien oder wo auch immer die herkamen. Bei 40 Grad, Woll-Waschgang und einem kleinen Säckchen mit 4 bis 6 Waschnüssen wurden die Decken fabelhaft sauber, rochen angenehm nach gar nichts – aber irgendwie doch frisch. Ich war schwer begeistert!

Allerdings bin ich nach wie vor skeptisch, was das Waschen von ordentlich eingedreckten Kindersachen angeht. Ich habe es – zugegeben – auch noch nicht ausprobiert. Aber ich wasche seitdem Tagesdecken, Bettwäsche, Fenstervorhänge und ähnliches mit den Waschnüssen.

Angeregt durch das Schreiben dieses Artikels habe ich nun zum allerersten Mal ernsthaft recherchiert. So weiß ich jetzt, dass ich bei meinem ersten eigenen Kauf von Waschnüssen auf den Saponingehalt (könnte man mit Waschkraft umschreiben) achten muss; dass Allergiker und Neurodermitis-Geplagte dieses alternative Waschmittel ohne Probleme nutzen können; dass ich die Umwelt nicht so sehr belaste; dass ich preiswert wasche und, dass die Waschnüsse aus Indien kommen.